Gute Nacht
1837Die Höhn und Wälder schon steigen Immer tiefer ins Abendgold, Ein Vöglein fragt in den Zweigen: Ob es Liebchen grüßen sollt?
O Vöglein, du hast dich betrogen, Sie wohnet nicht mehr im Tal, Schwing auf dich zum Himmelsbogen, Grüß sie droben zum letztenmal!
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Interpretation
Das Gedicht "Gute Nacht" von Joseph von Eichendorff beschreibt eine Abendstimmung, in der die Höhen und Wälder in das Abendgold eintauchen. Ein Vöglein fragt sich, ob es seiner Liebsten Grüße senden soll. Die Natur wird als idyllisch und romantisch dargestellt, wobei der Abend eine besondere Stimmung erzeugt. In der zweiten Strophe wird dem Vöglein geraten, dass es sich geirrt hat, da seine Liebste nicht mehr im Tal wohnt. Stattdessen soll es sich zum Himmelsbogen erheben und ihr zum letzten Mal von dort oben grüßen. Diese Passage deutet auf einen Abschied oder Verlust hin, wobei der Himmelsbogen als Symbol für das Jenseits oder eine höhere Ebene stehen könnte. Das Gedicht vermittelt eine melancholische Stimmung, die von der Abenddämmerung und dem Abschiedsgrüßen geprägt ist. Es thematisiert die Vergänglichkeit und den Verlust, wobei die Natur als Rahmen für diese emotionalen Aspekte dient. Der Titel "Gute Nacht" unterstreicht die Abschiedsnote und den Übergang in eine andere Sphäre oder Dimension.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Grüß sie droben zum letztenmal
- Apostrophe
- O Vöglein, du hast dich betrogen
- Metapher
- ins Abendgold
- Personifikation
- Die Höhn und Wälder schon steigen Immer tiefer ins Abendgold
- Rhetorische Frage
- Ob es Liebchen grüßen sollt?