Gruß
1879Sei gegrüßt, du schöner Morgen, Blauer Himmel— sei gegrüßt, Den, im Traum der Nacht verborgen, Sonnenliebe wachgeküßt.
Strale mir mit neuem Feuer In die laute Brust hinein, Neuerglühter, wolkenfreier, Heller Morgensonnenschein!
Sünde mir im Herzen wieder All die Liebesflammen auf, stufe wieder meine Lieder Liebevoll zu dir hinauf!
Dämmert leise dann der Abend, Wenn du deine Bahn vollbracht. Grüß ich noch den Glanz, der labend Aus dem Mond herniederlacht.
Und es strömen deine süßen Stralen aus dem Monde rein, So als ließest du mich grüßen, O geliebter Sonnenschein!
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Interpretation
Das Gedicht "Gruß" von Hermann Rollett ist ein Lobgesang auf die Schönheit des Morgens und der Natur. Der Sprecher begrüßt den blauen Himmel und die Sonne, die im Traum der Nacht verborgen war und durch die Sonnenliebe geweckt wurde. Die Sonne wird als Quelle neuer Energie und Leidenschaft beschrieben, die den Sprecher mit neuem Feuer erfüllt und seine Lieder zu ihr hinaufsteigen lässt. Das Gedicht setzt sich fort mit einer Beschreibung des Abends, wenn die Sonne ihre Bahn vollbracht hat. Der Sprecher begrüßt dann den Glanz des Mondes, der aus dem Himmel herabstrahlt. Die Strahlen des Mondes werden als süß und rein beschrieben, als ob die Sonne dem Sprecher durch den Mond einen Gruß sendet. Insgesamt ist das Gedicht eine Ode an die Schönheit und Kraft der Natur, insbesondere der Sonne und des Mondes. Der Sprecher drückt seine Bewunderung und Dankbarkeit für die natürliche Welt aus und findet in ihr Inspiration und Trost. Das Gedicht vermittelt eine positive und optimistische Stimmung, die den Leser dazu einlädt, die Schönheit der Natur zu schätzen und zu genießen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Sei gegrüßt, du schöner Morgen, Blauer Himmel— sei gegrüßt
- Hyperbel
- Neuerglühter, wolkenfreier, Heller Morgensonnenschein
- Metapher
- Mond herniederlacht
- Personifikation
- Mond herniederlacht