Gruß

Richard Dehmel

1920

Und nähm′ ich alle zarten Blüten und schüttete sie über dich: sie könnten alle nicht verschütten die Zartheit, die Dich selbst umflicht.

Wie Aphroditen einst die Wellen - so würden sie umbranden dich, bis Deine Anmut überquellend empor aus all dem Dufte bricht.

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Illustration zu Gruß

Interpretation

Das Gedicht "Gruß" von Richard Dehmel ist eine poetische Liebeserklärung, in der der Sprecher seine Bewunderung für die Zartheit und Anmut des geliebten Menschen zum Ausdruck bringt. Der Titel "Gruß" deutet darauf hin, dass es sich um eine Art Gruß oder eine liebevolle Botschaft handelt. Im ersten Teil des Gedichts stellt sich der Sprecher vor, wie er alle zarten Blüten über die geliebte Person ausschütten würde. Doch selbst diese Fülle an Blüten könnte die Zartheit und Schönheit der Person nicht übertreffen oder verbergen. Die Metapher der Blüten unterstreicht die Zartheit und Zerbrechlichkeit der Person, während die Aussage, dass sie selbst von dieser Zartheit umflort wird, ihre natürliche Anmut betont. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Anmut der Person mit der griechischen Göttin Aphrodite verglichen, die aus den Wellen des Meeres emporsteigt. Die Blüten, die den Menschen umbranden, symbolisieren die Wellen, die Aphrodite umgeben. Die Vorstellung, dass die Anmut der Person aus dem Duft der Blüten hervorbrechen wird, verdeutlicht die Intensität und Überwältigung, die ihre Schönheit auslöst. Das Gedicht endet mit einer kraftvollen Metapher, die die natürliche Schönheit und Anmut der geliebten Person betont und ihre Überlegenheit gegenüber den vergänglichen Blüten hervorhebt.

Schlüsselwörter

alle nähm zarten blüten schüttete könnten verschütten zartheit

Wortwolke

Wortwolke zu Gruß

Stilmittel

Bildsprache
bis Deine Anmut überquellend empor aus all dem Dufte bricht
Hyperbel
Und nähm' ich alle zarten Blüten und schüttete sie über dich
Metapher
Und nähm' ich alle zarten Blüten
Personifikation
sie könnten alle nicht verschütten die Zartheit, die Dich selbst umflicht
Vergleich
Wie Aphroditen einst die Wellen