Gruß
1823Als die Rosen lieblich lachten Und die Sommerlauben blühten, Purpurn die Granaten glühten, Deine Augen hold erwachten; Alles sprach nur Liebesschmachten, Es verkündete die süssen Träume Nachtigallengrüßen, Und dein Blick, dein Ton ward Wonne, Lebe dann der Liebessonne, Weihe diesen Tag mit Küssen.
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Interpretation
Das Gedicht "Gruß" von Ludwig Tieck ist ein Loblied auf die Schönheit der Natur und die Liebe. Der Sprecher beschreibt eine idyllische Sommerlandschaft, in der Rosen lächeln, Sommerlauben blühen und Granaten in purpurroter Farbe leuchten. Diese natürliche Pracht wird durch die Erwähnung der Augen des Geliebten noch verstärkt, die "hold erwachen". Die Liebe wird als allgegenwärtig dargestellt, da alles nur "Liebesschmachten" spricht. Die zweite Strophe setzt die Beschreibung der romantischen Atmosphäre fort. Die süßen Träume werden durch die Grüße der Nachtigall verkündet, was die Vorstellung von einer traumhaften, verzauberten Welt verstärkt. Der Blick und der Ton des Geliebten werden als "Wonne" beschrieben, was die tiefe emotionale Wirkung der Liebe verdeutlicht. Der Sprecher fordert den Geliebten auf, im Licht der "Liebessonne" zu leben und den Tag mit Küssen zu weihen, was eine Aufforderung zur gemeinsamen Erfahrung der Liebe und zur Feier der Schönheit des Lebens darstellt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Atmosphäre von romantischer Verzauberung und betont die enge Verbindung zwischen Natur, Liebe und menschlichem Glück.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildlichkeit
- Weihe diesen Tag mit Küssen
- Metapher
- Lebe dann der Liebessonne
- Personifikation
- Als die Rosen lieblich lachten