Griechenland
1770Wie Menschen sind, so ist das Leben prächtig, Die Menschen sind der Natur öfters mächtig, Das prächtge Land ist Menschen nicht verborgen, Mit Reiz erscheint der Abend und der Morgen. Die offnen Felder sind als in der Ernte Tage, Mit Geistigkeit ist weit umher die alte Sage, Und neues Leben kommt aus Menschheit wieder, So sinkt das Jahr mit einer Stille nieder.
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Interpretation
Das Gedicht "Griechenland" von Friedrich Hölderlin vermittelt eine tiefe Bewunderung für die Schönheit und Lebendigkeit Griechenlands sowie dessen kulturelle und historische Bedeutung. Hölderlin stellt die Menschen in Griechenland als kraftvoll und im Einklang mit der Natur dar, was das Leben in diesem Land prächtig erscheinen lässt. Die Natur wird als offen und reichhaltig beschrieben, mit reizvollen Abenden und Morgenstunden, die die Schönheit des Landes unterstreichen. Die Felder, die während der Erntezeit von Geistigkeit erfüllt sind, symbolisieren die Verbindung zwischen der natürlichen und der kulturellen Welt. Die alte Sage, die sich weit umher ausbreitet, deutet auf die tiefe Verwurzelung der griechischen Kultur und Geschichte hin. Hölderlin betont, dass neues Leben aus der Menschheit entsteht, was auf die kontinuierliche Erneuerung und den Fortschritt hindeutet, der in Griechenland stattfindet. Das Gedicht schließt mit dem Bild des Jahres, das in Stille niedersinkt, was möglicherweise auf die zyklische Natur des Lebens und der Zeit anspielt. Es vermittelt ein Gefühl von Ruhe und Vollendung, das die harmonische Beziehung zwischen Mensch, Natur und Kultur in Griechenland zusammenfasst. Insgesamt ist das Gedicht eine Hommage an die Schönheit, den Geist und die Beständigkeit Griechenlands.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Mit Reiz erscheint der Abend und der Morgen
- Metapher
- neues Leben kommt aus Menschheit wieder
- Personifikation
- So sinkt das Jahr mit einer Stille nieder
- Vergleich
- Wie Menschen sind, so ist das Leben prächtig