GrabschriftGeorg Forster

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Friederike Sophie Christiane Brun

Grabschrift Georg Forster

Weltumsegler! Du suchtest auf pfadlosem Ozean Zonen, Wo die Unschuld der Ruh böte vertraulich die Hand! Edler Forscher, was fandest du dort? Die Kinder der Erde All’ an Schwachheit sich gleich, alle dem Tode geweiht. Sohn der Freiheit! Du öffnetest ihr die männliche Seele, Ihr, die vom Himmel herab sandte der Vater zum Heil. Ach! Es wandte die Göttin sich schnell von der blutigen Erde; Forster! Du schwebtest mit ihr, hin wo dein Suchen sich lohnt.

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Interpretation

Das Gedicht "Grabschrift Georg Forster" von Friederike Sophie Christiane Brun ist eine poetische Würdigung des Lebens und Wirkens des berühmten deutschen Naturforschers und Weltumseglers Georg Forster. Die Autorin zeichnet ein vielschichtiges Bild Forsters, das sowohl seine wissenschaftlichen Leistungen als auch seine persönlichen Ideale und Schicksalsschläge umfasst. Im ersten Teil des Gedichts wird Forsters abenteuerliche Reise um die Welt beschrieben. Er suchte nach "Zonen, Wo die Unschuld der Ruh böte vertraulich die Hand". Doch anstatt paradiesischer Zustände fand er, dass "alle an Schwachheit sich gleich, alle dem Tode geweiht" sind. Dies deutet auf Forsters Erkenntnis hin, dass die Menschheit überall von den gleichen Schwächen und der Sterblichkeit geprägt ist, unabhängig von Kultur und Standort. Der zweite Teil des Gedichts würdigt Forsters Rolle als "Sohn der Freiheit", der den Menschen die "männliche Seele" eröffnete. Brun deutet an, dass Forster eine göttliche Mission hatte, die Menschheit zu erlösen und zu befreien. Doch tragischerweise wandte sich die "Göttin" (vermutlich die Freiheit) schnell von der "blutigen Erde" ab. Der letzte Vers besagt, dass Forster mit der Freiheit "hin [schwebte], wo dein Suchen sich lohnt", was auf seinen frühen Tod hindeutet. Brun deutet an, dass Forster in einem besseren Jenseits die Erfüllung fand, die ihm auf Erden verwehrt blieb.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Sohn der Freiheit! Du öffnetest ihr die männliche Seele
Hyperbel
Forster! Du schwebtest mit ihr, hin wo dein Suchen sich lohnt
Metapher
Ihr, die vom Himmel herab sandte der Vater zum Heil
Personifikation
Ach! Es wandte die Göttin sich schnell von der blutigen Erde