Grabschrift für eine Jungfrau
unknownHier ruht die Jungfrau Emma Puck aus Hinterstallupeinen, Eine Mutter hatte sie eine, einen Vater hatte sie keinen. In Unschuld erwuchs sie auf dem Land wie eine Lilie. Da kam sie in die Stadt zu einer Rechnungsratsfamilie. Hier hat sich erst ihr wahres Herz gezeigt, Indem sie gar nicht mehr zur Jungfrau hingeneigt. Bald kam das erste Kind. Was half da alles Greinen! Männer hatte sie viel, aber einen Mann hatte sie keinen.
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Interpretation
Das Gedicht "Grabschrift für eine Jungfrau" von Klabund handelt von einer Frau namens Emma Puck, die auf dem Land in Unschuld aufwächst. Die Grabinschrift betont ihre Jungfräulichkeit und ihre Herkunft aus einer kleinen Gemeinde namens Hinterstallupeinen. Der Leser erfährt, dass sie keine Eltern hatte, sondern nur eine Mutter. In der Stadt kommt Emma Puck zu einer Familie eines Rechnungsrats und ihr wahres Herz zeigt sich erst hier. Sie neigt sich nicht mehr zur Jungfräulichkeit und bekommt bald ein Kind. Trotzdem hatte sie viele Männer, aber keinen Ehemann. Die Grabinschrift betont ihre promiske Lebensweise und den Verlust ihrer Jungfräulichkeit. Die Grabinschrift wirft einen kritischen Blick auf die gesellschaftlichen Normen und Erwartungen an Frauen. Emma Puck wird als eine Frau dargestellt, die ihre eigenen Entscheidungen trifft und ihr Leben unabhängig von den Konventionen lebt. Die Grabinschrift stellt die Frage nach der Bedeutung von Jungfräulichkeit und Ehe in einer Zeit, in der Frauen zunehmend ihre eigene Autonomie beanspruchen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Hier ruht die Jungfrau Emma Puck aus Hinterstallupeinen
- Antithese
- Männer hatte sie viel, aber einen Mann hatte sie keinen
- Ironie
- Hier hat sich erst ihr wahres Herz gezeigt, Indem sie gar nicht mehr zur Jungfrau hingeneigt
- Kontrast
- Eine Mutter hatte sie eine, einen Vater hatte sie keinen
- Metapher
- In Unschuld erwuchs sie auf dem Land wie eine Lilie
- Wiederholung
- einen Vater hatte sie keinen