Grabschrifft eines Fischers

Friedrich Freiherr von Logau

1648

Hier fischt ein Fischer ietzt im Sande, der vor im Wasser hat gefischt; Der Tod hat ihn, wie er die Fische, nunmehr in seinem Garn erwischt.

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Illustration zu Grabschrifft eines Fischers

Interpretation

Das Gedicht "Grabschrift eines Fischers" von Friedrich Freiherr von Logau beschäftigt sich mit dem Thema Sterblichkeit und der Vergänglichkeit des Lebens. Der Fischer, der einst im Wasser nach Fischen suchte, findet sich nun im Tod im Sand wieder. Dies symbolisiert den Übergang vom Leben zum Tod, wobei der Sand als Metapher für die Endgültigkeit und Unentrinnbarkeit des Todes steht. Die Struktur des Gedichts ist kurz und prägnant, was die Kürze des Lebens und die Plötzlichkeit des Todes unterstreicht. Die Verwendung des Wortes "jetzt" betont den unmittelbaren Wechsel von der Tätigkeit des Fischens zur Ruhe des Grabes. Der Fischer, der einst die Fische in seinem Netz fing, ist nun selbst zum Opfer des Todes geworden, der ihn in sein "Garn" gelegt hat. Diese Rollenumkehr verdeutlicht die Ohnmacht des Menschen gegenüber dem Tod. Die Sprache ist einfach und direkt, was die Allgemeingültigkeit der Botschaft unterstreicht. Der Tod wird als ein Fischer dargestellt, der seine Beute unerbittlich fängt, unabhängig von Status oder Tätigkeit im Leben. Das Gedicht erinnert den Leser daran, dass der Tod jeden ereilen kann und dass das Leben vergänglich ist. Es lädt zur Reflexion über die eigene Sterblichkeit und die Bedeutung des Lebens im Angesicht des unausweichlichen Todes ein.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Metapher
Der Tod hat ihn, wie er die Fische, nunmehr in seinem Garn erwischt
Vergleich
Der Tod hat ihn, wie er die Fische, nunmehr in seinem Garn erwischt