Grabmal eines jungen Mädchens
1907Wir gedenkens noch. Das ist, als müßte alles dieses einmal wieder sein. Wie ein Baum an der Limonenküste
trugst du deine kleinen leichten Brüste in das Rauschen seines Bluts hinein:
- jenes Gottes.
Und es war der schlanke Flüchtling, der verwöhnende der Fraun. Süß und glühend, warm wie dein Gedanke, überschattend deine frühe Flanke und geneigt wie deine Augenbraun.
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Interpretation
Das Gedicht "Grabmal eines jungen Mädchens" von Rainer Maria Rilke handelt von der Erinnerung an ein junges Mädchen, das in einem Grabmal verewigt wurde. Das Gedicht beschreibt, wie das Mädchen in der Vergangenheit von einem Gott geliebt wurde und wie ihre Schönheit und Jugend in dieser Liebe zum Ausdruck kamen. Das Gedicht beginnt mit der Erinnerung an das Mädchen, die als etwas beschrieben wird, das wiederholt werden muss. Es wird dann beschrieben, wie das Mädchen ihre Brüste in das Rauschen des Blutes des Gottes hineintrug, was auf eine sexuelle Beziehung hindeutet. Das Gedicht beschreibt dann den Gott als einen schlanken Flüchtling, der Frauen verwöhnt. Die Liebe des Gottes wird als süß und glühend beschrieben, was auf eine leidenschaftliche Beziehung hindeutet. Die Beschreibung der Liebe als warm wie der Gedanke des Mädchens deutet darauf hin, dass die Liebe des Gottes tief und intensiv war. Das Gedicht endet mit einer Beschreibung der Liebe des Gottes als etwas, das die frühe Flanke des Mädchens überschattete und wie ihre Augenbrauen geneigt war. Dies deutet darauf hin, dass die Liebe des Gottes das Mädchen in seiner Jugend und Schönheit umgab und dass die Liebe des Gottes tief und intensiv war.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- süß und glühend
- Anspielung
- jenes Gottes
- Hyperbel
- überschattend deine frühe Flanke
- Metapher
- Wie ein Baum an der Limonenküste trugst du deine kleinen leichten Brüste in das Rauschen seines Bluts hinein
- Personifikation
- Flüchtling, der verwöhnende der Fraun
- Vergleich
- warm wie dein Gedanke