Gold
unbekannt(aus Kriminal Sonette)
FRED wird in einem braunen Tabakballen Vom Hafen auf die Zollstation getragen. Dort schläft er, bis die Schiffsuhr zwölf geschlagen. Erwacht und schleicht sich in die Lagerhallen.
Am Gold-Depot, wo trunkne Wächter lallen, Lässt er den kleinen Mörtelfresser nagen, Bis wie beim Kartenhaus die Mauern fallen. Dann lädt er Gold in einen Grünkohlwagen.
Als Bauer fährt er sächselnd durch den Zoll. Doch dort verraten ihn zwei blanke Barren. Berittne jagen den Gemüsekarren.
Fred sinnt verwirrt, wie er sich retten soll. Da sitzt DER FREUND in hoher Eberesche Und schießt ihm pfeiferauchend eine Bresche.
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Interpretation
Das Gedicht "Gold" von Ludwig Rubiner erzählt die Geschichte eines Schmugglers namens Fred, der versucht, Gold über den Zoll zu schmuggeln. Die Handlung beginnt damit, dass Fred in einem Tabakballen versteckt auf einer Zollstation ankommt. Dort schläft er, bis die Schiffsuhr zwölf geschlagen hat, und schleicht sich dann in die Lagerhallen. In der zweiten Strophe gelangt Fred zum Gold-Depot, wo er die Wächter betäubt und einen kleinen Mörtelfresser (vermutlich ein Nagetier) einsetzt, um die Mauern einzubrechen. Anschließend lädt er das Gold in einen Grünkohlwagen, um es zu transportieren. In der dritten Strophe versucht Fred, als Bauer verkleidet, den Zoll zu passieren, wird jedoch von zwei blanken Barren verraten. Berittene Jäger nehmen die Verfolgung auf. Die letzte Strophe zeigt Fred in einer verzweifelten Situation, während er überlegt, wie er sich retten kann. In diesem Moment erscheint DER FREUND in einer hohen Eberesche und schießt ihm pfeiferauchend eine Bresche. Die Interpretation des Gedichts könnte darauf hindeuten, dass selbst in ausweglosen Situationen unerwartete Hilfe auftauchen kann, symbolisiert durch den Freund, der Fred zur Flucht verhilft.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Dann lädt er Gold in einen Grünkohlwagen
- Hyperbel
- zwei blanke Barren
- Ironie
- Als Bauer fährt er sächselnd durch den Zoll
- Personifikation
- Berittne jagen den Gemüsekarren
- Symbolik
- DER FREUND in hoher Eberesche