Glückliche Fahrt
1795Die Nebel zerreißen, Der Himmel ist helle, Und Äolus löset Das ängstliche Band. Es säuseln die Winde, Es rührt sich der Schiffer. Geschwinde! Geschwinde! Es teilt sich die Welle, Es naht sich die Ferne; Schon seh′ ich das Land!
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Interpretation
Das Gedicht "Glückliche Fahrt" von Johann Wolfgang von Goethe beschreibt die Freude und Erleichterung einer Seefahrt, die nach einer Phase der Ungewissheit und Gefahr in eine glückliche Richtung zu lenken scheint. Die Auflösung der Nebel und das Aufhellen des Himmels symbolisieren das Ende der Bedrohung und die Rückkehr zu Sicherheit und Klarheit. Der Wind, der vom Gott der Winde, Äolus, gelöst wird, bringt die notwendige Kraft für die Fortsetzung der Reise. Die lebendige und dynamische Sprache vermittelt die Bewegung und das Aufleben der Natur, die sich auf die Seefahrt auswirkt. Die Winde säuseln und der Schiffer regt sich, was die Erwartung und das Erwachen zum Leben nach einer Zeit der Angespanntheit und des Wartens ausdrückt. Die Wiederholung von "Geschwinde! Geschwinde!" unterstreicht die Eile und das Verlangen, das Ziel zu erreichen, und verleiht dem Gedicht eine rhythmische Dynamik, die die Bewegung des Schiffes nachahmt. Das Gedicht endet mit der Vision des Landes, das sich am Horizont abzeichnet. Dieses Bild symbolisiert nicht nur das physische Ziel der Reise, sondern auch das Erreichen eines Zustandes der Zufriedenheit und des Glücks. Die Ferne nähert sich, was die Erfüllung der Hoffnungen und die Überwindung der Hindernisse bedeutet. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Hoffnung und des Optimismus, die besagt, dass nach jeder dunklen Phase das Licht und die Freude wiederkehren können.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Geschwinde! Geschwinde!
- Blickpunktwechsel
- Schon seh′ ich das Land!
- Metapher
- Es naht sich die Ferne
- Onomatopoesie
- Es säuseln die Winde
- Personifikation
- Es rührt sich der Schiffer