Glückes genug
1883Wenn sanft du mir im Arme schliefst, Ich deinen Atem hören konnte, Im Traum du meinen Namen riefst, Um deinen Mund ein Lächeln sonnte - Glückes genug.
Und wenn nach heißem, ernstem Tag Du mir verscheuchtest schwere Sorgen, Wenn ich an deinem Herzen lag, Und nicht mehr dachte an ein Morgen - Glückes genug.
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Interpretation
Das Gedicht "Glückes genug" von Detlev von Liliencron thematisiert die tiefe Zufriedenheit und das Glück, das in der Nähe eines geliebten Menschen gefunden werden kann. Die Verse beschreiben intime Momente, in denen der Sprecher die Anwesenheit und die Zuneigung seines Partners erlebt. Diese Momente sind geprägt von Ruhe und Geborgenheit, symbolisiert durch das sanfte Schlafen und das Hören des Atems des Partners. Das Lächeln im Traum und das Rufen des Namens unterstreichen die tiefe emotionale Verbindung und das gegenseitige Verständnis zwischen den Liebenden. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Erleichterung und das Loslassen von Sorgen betont, die der Sprecher in der Gegenwart seines Partners erfährt. Nach einem anstrengenden Tag findet er Trost und Frieden, indem er sich an das Herz des Partners lehnt. Dieses Bild vermittelt ein Gefühl von Schutz und Sicherheit, das es dem Sprecher ermöglicht, die Sorgen des Alltags zu vergessen und sich ganz auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren. Das "Glückes genug" am Ende jedes Abschnitts unterstreicht die Genügsamkeit und die tiefe Zufriedenheit, die in diesen einfachen, aber bedeutungsvollen Momenten gefunden werden. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Wertschätzung für die kleinen Freuden des Lebens und die Kraft der Liebe, die in der Lage ist, Trost und Glück zu spenden. Es erinnert daran, dass wahres Glück oft in den stillen, unauffälligen Momenten zu finden ist, in denen man sich vollkommen geborgen und verstanden fühlt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Wenn sanft du mir im Arme schliefst, Wenn ich an deinem Herzen lag
- Bildlichkeit
- Um deinen Mund ein Lächeln sonnte
- Kontrast
- Wenn sanft du mir im Arme schliefst, Wenn nach heißem, ernstem Tag
- Metapher
- Glückes genug
- Personifikation
- Wenn ich an deinem Herzen lag