Gingo Biloba
1819Dieses Baums Blatt, der von Osten Meinem Garten anvertraut, Gibt geheimen Sinn zu kosten, Wie′s den Wissenden erbaut.
Ist es Ein lebendig Wesen, Das sich in sich selbst getrennt? Sind es zwei, die sich erlesen, Dass man sie als eines kennt.
Solche Frage zu erwidern, Fand ich wohl den rechten Sinn. Fühlst du nicht in meinen Liedern, Dass ich Eins und doppelt bin.
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Interpretation
Das Gedicht "Gingo Biloba" von Johann Wolfgang von Goethe handelt von einem Baumblatt, das dem Autor aus dem Osten anvertraut wurde. Es symbolisiert einen geheimen Sinn, der den Wissenden erfreut. Der Baum steht für eine tiefe, mystische Verbindung zur Natur und zur Weisheit. Das Gedicht stellt die Frage, ob das Blatt ein einziges lebendiges Wesen ist, das sich selbst geteilt hat, oder ob es zwei sind, die als eines wahrgenommen werden. Diese Dualität spiegelt die Komplexität und die Einheit in der Natur wider. Goethe erkundet die Idee, dass etwas gleichzeitig getrennt und vereint sein kann. Am Ende des Gedichts findet der Autor eine Antwort auf diese Frage. Er deutet an, dass er selbst eins und doppelt ist, was auf seine eigene Dualität als Dichter und Mensch hinweist. Die Lieder des Autors enthalten diese Dualität, die sowohl individuell als auch kollektiv ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildlichkeit
- der von Osten Meinem Garten anvertraut
- Frage
- Ist es Ein lebendig Wesen, Das sich in sich selbst getrennt?
- Gegensatz
- Fühlst du nicht in meinen Liedern, Dass ich Eins und doppelt bin
- Metapher
- Dieses Baums Blatt
- Personifikation
- Gibt geheimen Sinn zu kosten