Gewaffneter Friede
1631Krieg hat den Harnisch weg gelegt, der Friede zeucht ihn an; Wir wissen, was der Krieg verübt; wer weiß, was Friede kan?
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Interpretation
Das Gedicht "Gewaffneter Friede" von Friedrich Freiherr von Logau thematisiert die ambivalente Natur von Krieg und Frieden. Der Dichter stellt die Frage, ob der Frieden tatsächlich besser ist als der Krieg, da beide Seiten ihre Waffen tragen und bereit sind, zu kämpfen. Im ersten Vers wird der Krieg als jemand dargestellt, der seinen Harnisch, also seine Rüstung, ablegt, während der Frieden ihn anzieht. Dies deutet darauf hin, dass der Frieden nicht unbedingt friedlicher ist als der Krieg, sondern dass er lediglich eine andere Form der Gewalt darstellt. Im zweiten Vers stellt der Dichter die rhetorische Frage, ob wir wirklich wissen, was der Frieden vermag, da wir nur wissen, was der Krieg verübt hat. Dies impliziert, dass der Frieden möglicherweise ebenso zerstörerisch sein kann wie der Krieg, aber auf subtilere Weise. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine skeptische Sicht auf den Frieden und hinterfragt die Vorstellung, dass er zwangsläufig besser ist als der Krieg. Es regt den Leser dazu an, über die wahre Natur von Frieden und Krieg nachzudenken und die Komplexität dieser Themen zu erkennen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Antithese
- Krieg hat den Harnisch weg gelegt, der Friede zeucht ihn an
- Rhetorische Frage
- Wer weiß, was Friede kan?