Gesang Weylas
1831Du bist Orplid, mein Land! Das ferne leuchtet; Vom Meere dampfet dein besonnter Strand Den Nebel, so der Götter Wange feuchtet.
Uralte Wasser steigen Verjüngt um deine Hüften, Kind! Vor deiner Gottheit beugen Sich Könige, die deine Wärter sind.
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Interpretation
Das Gedicht "Gesang Weylas" von Eduard Mörike ist ein mystischer und mythischer Text, der die Verehrung einer Göttin namens Weyla beschreibt. Das Land Orplid wird als ihr Reich dargestellt, ein Ort der Ferne und des Lichts, der von den Wassern des Meeres umgeben ist. Die Zeilen vermitteln eine Atmosphäre der Erhabenheit und des Geheimnisvollen, die typisch für die Romantik ist. Die Göttin Weyla wird als eine jugendliche und göttliche Figur porträtiert, deren Anwesenheit die alten Gewässer um sie herum erneuert. Ihre göttliche Natur wird durch die Beschreibung ihrer Wirkung auf die Könige unterstrichen, die sich vor ihr verneigen. Diese Könige sind ihre Wächter, was auf eine Art von Schutz oder Dienstbarkeit hindeutet, die sie ihnen gegenüber empfinden. Die Sprache des Gedichts ist reich an Bildern und Metaphern, die eine tiefe Verehrung und Bewunderung für Weyla ausdrücken. Die Struktur des Gedichts, mit seinen vier Strophen, folgt einem regelmäßigen Rhythmus und Reimschema, was die musikalische Qualität des Textes verstärkt. Die Verwendung von archaischen und poetischen Ausdrücken wie "uralt" und "feuchtet" trägt zur zeitlosen und universellen Anmutung des Gedichts bei. "Gesang Weylas" ist somit ein Beispiel für die romantische Dichtung, die sich oft mit dem Übernatürlichen und dem Erhabenen auseinandersetzt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Apostrophe
- Du bist Orplid, mein Land!
- Bildsprache
- Uralte Wasser steigen Verjüngt um deine Hüften, Kind!
- Hyperbel
- Vor deiner Gottheit beugen Sich Könige, die deine Wärter sind
- Metapher
- Den Nebel, so der Götter Wange feuchtet
- Personifikation
- Vom Meere dampfet dein besonnter Strand