Gesang der Ungeborenen

Hugo von Hofmannsthal

1874

Vater, dir drohet nichts, Siehe, es schwindet schon, Mutter, das Ängstliche, Das dich beirrte! Wäre denn je ein Fest, Wären nicht insgeheim Wir die Geladenen, Wir auch die Wirte?

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Interpretation

Das Gedicht "Gesang der Ungeborenen" von Hugo von Hofmannsthal handelt von der bevorstehenden Geburt eines Kindes und der damit verbundenen Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Die ersten beiden Zeilen richten sich an den Vater und besagen, dass ihm keine Gefahr droht. Die nächsten beiden Zeilen wenden sich an die Mutter und sagen aus, dass das Bedrohliche, das sie beirrt hat, bereits verschwindet. Im zweiten Strophenabschnitt wird die Frage aufgeworfen, ob es jemals ein Fest gegeben hat und ob die Ungeborenen nicht heimlich die Geladenen und auch die Wirte waren. Dies kann als Hinweis auf die Rolle der Kinder als zukünftige Gastgeber und Gestalter einer neuen Welt verstanden werden. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Hoffnung und des Optimismus. Es suggeriert, dass die Geburt eines Kindes eine Chance für eine bessere Zukunft darstellt und dass die Ungeborenen eine wichtige Rolle bei der Gestaltung dieser Zukunft spielen werden.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Vater, dir drohet nichts, Siehe, es schwindet schon, Mutter, das Ängstliche, Das dich beirrte!
Chiasmus
Wäre denn je ein Fest, Wären nicht insgeheim Wir die Geladenen, Wir auch die Wirte?
Frage
Wäre denn je ein Fest, Wären nicht insgeheim Wir die Geladenen, Wir auch die Wirte?