Genzano
1804Köstlichen Wein, du findest ihn hier, und junonische Frauen, Artemis floh, doch sie ließ uns ihre Nymphen zurück. Glücklicher Wanderer, wenn am Blumenfeste der Göttin Venus auch dir einen Kranz duftiger Rosen bescheert.
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Interpretation
Das Gedicht "Genzano" von Wilhelm Friedrich Waiblinger ist ein Loblied auf die Schönheit und den Genuss, die in der Stadt Genzano zu finden sind. Der Dichter preist den köstlichen Wein, der dort angeboten wird, sowie die attraktiven Frauen, die als "junonische" bezeichnet werden und somit mit der Göttin Juno verglichen werden. Die Erwähnung von Artemis und ihren Nymphen deutet auf eine Verbindung zur antiken Mythologie hin und verleiht dem Ort eine mystische und verlockende Atmosphäre. Die zweite Strophe richtet sich direkt an den "glücklichen Wanderer", der das Blumenfest der Göttin Venus in Genzano erleben darf. Die Venus, als Göttin der Liebe und Schönheit, steht symbolisch für die sinnlichen Freuden, die der Ort zu bieten hat. Der Kranz aus "duftigen Rosen" ist ein traditionelles Symbol der Venus und steht hier für die Belohnung und das Glück, das der Wanderer erfahren wird. Insgesamt vermittelt das Gedicht einen Eindruck von Genzano als einem Ort der Lebensfreude, des Weins und der Liebe. Waiblinger nutzt die antike Mythologie, um die Anziehungskraft und den Zauber des Ortes zu unterstreichen. Das Gedicht lädt den Leser ein, sich selbst als "glücklichen Wanderer" zu fühlen und die Freuden des Lebens in Genzano zu genießen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Köstlichen Wein, du findest ihn hier, und junonische Frauen
- Anapher
- Köstlichen Wein, du findest ihn hier, und junonische Frauen, Artemis floh, doch sie ließ uns ihre Nymphen zurück
- Metapher
- Glücklicher Wanderer
- Personifikation
- Artemis floh, doch sie ließ uns ihre Nymphen zurück