Geht leise
1918Geht leise Es ist müd von der Reise! Es kommt weit her: Vom Himmel übers Meer, Vom Meer den dunklen Weg ins Land, Bis es die kleine Wiege fand - Geht leise!
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Interpretation
Das Gedicht "Geht leise" von Paula Dehmel thematisiert die Ankunft eines Neugeborenen und fordert dazu auf, behutsam und rücksichtsvoll mit dem neuen Leben umzugehen. Die Reise des Kindes wird als beschwerlich und lang beschrieben, das vom Himmel über das Meer bis in die Wiege gelangt. Die Wiederholung des Appells "Geht leise!" unterstreicht die Verletzlichkeit und den Schutzbedarf des Säuglings. Die Reise des Kindes wird als eine weite und mühsame beschrieben, die von Himmel über das Meer bis ins Land führt. Die Metapher der Reise verleiht der Geburt eine fast mystische Dimension, als ob das Kind eine lange und beschwerliche Reise hinter sich hat, bevor es in der Wiege ankommt. Die Wiederholung des Wortes "leise" betont die Notwendigkeit von Ruhe und Stille, um das Neugeborene nicht zu stören. Das Gedicht vermittelt eine tiefe Ehrfurcht vor dem Neugeborenen und fordert die Umgebung auf, behutsam und rücksichtsvoll mit dem neuen Leben umzugehen. Die Reise des Kindes wird als eine Art Pilgerfahrt dargestellt, die in der Ankunft in der Wiege gipfelt. Die Bitte, leise zu sein, unterstreicht die Zerbrechlichkeit und den Schutzbedarf des Säuglings und ruft dazu auf, die Stille und Ruhe zu bewahren, die für das Wohl des Kindes notwendig sind.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Apostrophe
- Geht leise
- Bildlichkeit
- Vom Meer den dunklen Weg ins Land
- Metapher
- Vom Himmel übers Meer
- Personifikation
- Es ist müd von der Reise
- Symbolik
- Bis es die kleine Wiege fand