Gegensatz
1713Italiäner und Deutscher sind nie vereinbare Pole, Jener ist immer ein Kind, dieser dagegen es nie.
In Hesperien preist der Greis noch die glückliche Jugend, Aber die Jugend bei uns rühmet sich altklug zu sein.
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Interpretation
Das Gedicht "Gegensatz" von Wilhelm Friedrich Waiblinger thematisiert den kulturellen Unterschied zwischen Italienern und Deutschen. Es kontrastiert die ewige Jugend und Unreife der Italiener mit der ständigen Reife und Ernsthaftigkeit der Deutschen. Der erste Vers betont die Unvereinbarkeit der beiden Kulturen, indem er sie als Pole beschreibt, die nie zusammenkommen können. Der zweite Vers vertieft diesen Kontrast, indem er die Italiener als ewig kindlich darstellt, während die Deutschen nie kindlich sind. Dies deutet auf eine tief verwurzelte kulturelle Differenz hin, bei der die Italiener als lebendiger und jugendlicher wahrgenommen werden, während die Deutschen als reifer und ernster gelten. Der Dichter verwendet die Metapher der Pole, um die unüberbrückbare Kluft zwischen den beiden Kulturen zu verdeutlichen. Im zweiten Teil des Gedichts wird der Gegensatz weiter ausgeführt. In Hesperien, also im Süden Europas, preist der alte Mann noch die glückliche Jugend, was auf eine Bewunderung für die Jugendlichkeit und das Lebensgefühl hindeutet. Im Gegensatz dazu rühmt sich die Jugend bei den Deutschen mit altkluger Weisheit, was auf eine frühe Reife und Ernsthaftigkeit schließen lässt. Der Dichter betont damit die unterschiedlichen Werte und Lebensauffassungen der beiden Kulturen.
Schlüsselwörter
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Stilmittel
- Gegensatz
- Italiäner und Deutscher sind nie vereinbare Pole, Jener ist immer ein Kind, dieser dagegen es nie.
- Kontrast
- In Hesperien preist der Greis noch die glückliche Jugend, Aber die Jugend bei uns rühmet sich altklug zu sein.
- Metapher
- Italiäner und Deutscher sind nie vereinbare Pole