Geflüster der Nacht

Theodor Storm

1817

Es ist ein Flüstern in der Nacht, Es hat mich ganz um den Schlaf gebracht; Ich fühl′s, es will sich was verkünden Und kann den Weg nicht zu mir finden.

Sind′s Liebesworte, vertrauet dem Wind, Die unterwegs verwehet sind? Oder ist′s Unheil aus künftigen Tagen, Da emsig drängt sich anzusagen?

Anhören

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu Geflüster der Nacht

Interpretation

Das Gedicht "Geflüster der Nacht" von Theodor Storm handelt von einer nächtlichen Unruhe, die den Sprecher wach hält. Ein Flüstern in der Nacht bringt ihn um den Schlaf und er fühlt, dass etwas mitgeteilt werden will, aber den Weg zu ihm nicht findet. Der Sprecher fragt sich, ob es sich um verwehte Liebesworte handelt, die vom Wind fortgetragen wurden, oder um Unheil aus zukünftigen Tagen, das sich eindringlich mitteilen möchte. Die nächtliche Unruhe wird als mysteriöses Geflüster dargestellt, das den Sprecher beschäftigt und ihm keine Ruhe lässt. Er ist unsicher, was die Botschaft bedeuten könnte und ob sie etwas Gutes oder Schlechtes für ihn bereithält.

Schlüsselwörter

flüstern nacht ganz schlaf gebracht fühl will verkünden

Wortwolke

Wortwolke zu Geflüster der Nacht

Stilmittel

Alliteration
Es ist ein Flüstern in der Nacht
Bildsprache
Es ist ein Flüstern in der Nacht
Metapher
Es hat mich ganz um den Schlaf gebracht
Personifikation
Ich fühl's, es will sich was verkünden
Rhetorische Frage
Sind's Liebesworte, vertrauet dem Wind, Die unterwegs verwehet sind?