Gefallen

August Stramm

1915

Der Himmel flaumt das Auge Die Erde krallt die Hand Die Lüfte sumsen Weinen Und Schnüren Frauenklage Durch Das strähne Haar.

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Illustration zu Gefallen

Interpretation

Das Gedicht "Gefallen" von August Stramm vermittelt eine düstere und traurige Stimmung. Der Himmel wird als weich und flaumig beschrieben, während die Erde mit Krallen nach etwas greift. Die Lüfte summen und weinen, was auf eine unruhige und emotionale Atmosphäre hindeutet. Die Zeilen "Und / Schnüren / Frauenklage / Durch / Das strähne Haar" deuten auf eine Verbindung zwischen dem Leid der Frauen und dem gefallenen Soldaten hin. Das Gedicht scheint den Tod eines Soldaten zu thematisieren und die Auswirkungen, die dieser auf die Hinterbliebenen hat. Die Verwendung von kurzen, fragmentierten Sätzen und ungewöhnlichen Wortkombinationen trägt zur verstörenden und verstörenden Atmosphäre des Gedichts bei.

Schlüsselwörter

himmel flaumt auge erde krallt hand lüfte sumsen

Wortwolke

Wortwolke zu Gefallen

Stilmittel

Alliteration
Frauenklage
Enjambement
Und / Schnüren / Frauenklage / Durch / Das strähne Haar
Metapher
Die Erde krallt die Hand
Onomatopoesie
Die Lüfte sumsen
Personifikation
Der Himmel flaumt das Auge, Die Erde krallt die Hand