Gefängnis
1919Im Süden rauscht das Wasser Seide, Wir wohnen in den schmalen Zellen, Durchs Gitter dringt in kleinen Wellen Die Sehnsucht nach der fernen Heide.
Mein Taschentuch hat grünen Saum, Ein gelbes Feld ist in der Mitte Und auf und ab sechs kleine Schritte… Mein Taschentuch, mein grüner Baum…
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Interpretation
Das Gedicht "Gefängnis" von Emmy Hennings handelt von der Sehnsucht und dem Gefühl der Eingesperrtheit. Die Autorin beschreibt, wie sie in schmalen Zellen wohnt und durch das Gitter nur in kleinen Wellen die Sehnsucht nach der fernen Heide dringt. Die Beschreibung des Wassers als Seide im Süden verstärkt das Gefühl von Weite und Freiheit, das im Gegensatz zur Enge des Gefängnisses steht. Die Autorin verwendet das Bild eines Taschentuchs, um ihre Sehnsucht nach Freiheit und Natur auszudrücken. Das Taschentuch hat einen grünen Saum und ein gelbes Feld in der Mitte, was an eine Landschaft erinnert. Die sechs kleinen Schritte auf und ab könnten die begrenzte Bewegungsfreiheit im Gefängnis symbolisieren. Das Taschentuch wird als grüner Baum bezeichnet, was auf die Sehnsucht nach Natur und Wachstum hinweist. Insgesamt vermittelt das Gedicht ein Gefühl von Eingesperrtheit und Sehnsucht nach Freiheit. Die Autorin verwendet Bilder von Natur und Landschaft, um die Begrenztheit des Gefängnisses zu kontrastieren. Das Taschentuch als Symbol für Freiheit und Natur wird zu einem wichtigen Element des Gedichts, das die Sehnsucht der Autorin nach einem Leben außerhalb des Gefängnisses ausdrückt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- Wir wohnen in den schmalen Zellen
- Kontrast
- Ein gelbes Feld ist in der Mitte
- Metapher
- Im Süden rauscht das Wasser Seide
- Personifikation
- Durchs Gitter dringt in kleinen Wellen Die Sehnsucht nach der fernen Heide
- Symbolik
- Mein Taschentuch hat grünen Saum
- Wiederholung
- Mein Taschentuch, mein grüner Baum