Gebet
1848Herr! schicke was du willt, Ein Liebes oder Leides; Ich bin vergnügt, daß beides Aus Deinen Händen quillt.
Wollest mit Freuden Und wollest mit Leiden Mich nicht überschütten! Doch in der Mitten Liegt holdes Bescheiden.
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Interpretation
Das Gedicht "Gebet" von Eduard Mörike ist ein kurzes, aber tiefgründiges Gebet an Gott. Der Sprecher bittet darum, dass Gott ihm sowohl Freude als auch Leid schicken möge, da er damit zufrieden ist, dass beides aus Gottes Händen kommt. Der Sprecher ist sich bewusst, dass das Leben sowohl positive als auch negative Erfahrungen bereithält und er ist bereit, diese anzunehmen. In der zweiten Strophe bittet der Sprecher Gott, ihn nicht mit übermäßiger Freude oder Leid zu überwältigen. Er scheint zu erkennen, dass ein ausgewogenes Maß an beidem wichtig ist, um ein erfülltes Leben zu führen. Der Sprecher ist sich bewusst, dass zu viel von beidem zu einer Ungleichgewicht führen kann. Die letzte Strophe fasst die Essenz des Gedichts zusammen. Der Sprecher bittet Gott, ihm in allem das richtige Maß zu geben. Er scheint zu verstehen, dass das Leben ein Gleichgewicht erfordert und dass er bereit ist, sowohl Freude als auch Leid anzunehmen, solange es in Maßen geschieht. Das Gedicht ist ein Ausdruck der Demut und des Vertrauens in Gottes Führung und Fürsorge.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Wollest mit Freuden Und wollest mit Leiden
- Antithese
- Wollest mit Freuden Und wollest mit Leiden
- Beschwörung
- Herr! schicke was du willt
- Kontrast
- Ein Liebes oder Leides
- Metapher
- daß beides Aus Deinen Händen quillt