Gaspard Poussin

Wilhelm Friedrich Waiblinger

1804

Du erkanntest sie nicht, die Natur, wie in seliger Ruhe Lächelnd ihr Kind sie im Schoß lieblicher Frühlinge wiegt, Aber sie hat dir dafür gewaltige Wunder verliehen, Auch in der Schwermuth, im Zorn, ist sie noch göttlich und schön.

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Interpretation

Das Gedicht "Gaspard Poussin" von Wilhelm Friedrich Waiblinger handelt von der Natur und ihrer Beziehung zum Künstler Gaspard Poussin. Es beschreibt, wie Poussin die Natur nicht in ihrer ruhigen und lieblichen Form erkannt hat, sondern stattdessen von ihr gewaltige Wunder geschenkt bekommen hat. Die Natur wird als göttlich und schön dargestellt, selbst in ihrer Schwermut und ihrem Zorn. Waiblinger betont, dass Poussin die Natur nicht in ihrer sanften und friedlichen Gestalt erfasst hat, sondern dass er von ihr beeindruckende und eindrucksvolle Wunder erhalten hat. Die Natur wird als eine Kraft dargestellt, die auch in ihren dunkleren und stürmischeren Momenten noch eine gewisse Schönheit und Göttlichkeit besitzt. Poussin hat diese Aspekte der Natur in seinen Werken eingefangen und zum Ausdruck gebracht. Das Gedicht vermittelt die Idee, dass die Natur für Poussin eine Quelle der Inspiration und Bewunderung war, selbst wenn er sie nicht in ihrer idyllischen Form erkannt hat. Es zeigt, dass die Natur in all ihren Facetten, sei es in ihrer Ruhe oder in ihrem Zorn, eine gewisse Schönheit und Erhabenheit besitzt. Waiblinger würdigt Poussin dafür, dass er diese verschiedenen Aspekte der Natur in seiner Kunst zum Ausdruck gebracht hat.

Schlüsselwörter

erkanntest natur seliger ruhe lächelnd kind schoß lieblicher

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Stilmittel

Gegensatz
Auch in der Schwermuth, im Zorn, ist sie noch göttlich und schön
Metapher
lächelnd ihr Kind sie im Schoß lieblicher Frühlinge wiegt
Personifikation
Du erkanntest sie nicht, die Natur, wie in seliger Ruhe