Garten

Peter Hille

1870

Sieh mal, Hold, da unser Garten Kann Liebseelchen nicht erwarten. Kuck′, die wilden Blüten fliegen Dir ans Knie, Ans fein behende, Nehmen lächelnd, Leuchtend wie die Wolke oben, Dich bei Händen. Wollen dir im Haare liegen, Tief ins gold′ne Nest. Hasche sie! Halt′ sie fest!

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Illustration zu Garten

Interpretation

Das Gedicht "Garten" von Peter Hille beschreibt die lebendige und einladende Atmosphäre eines Gartens, der auf die Ankunft einer geliebten Person wartet. Der Garten wird als ein Ort der Schönheit und des Lebens dargestellt, der mit wilden Blüten und leuchtenden Farben erfüllt ist. Die Natur scheint den Garten zu beleben und ihn für den Besucher bereit zu machen. Die wilden Blüten werden als freundliche Wesen dargestellt, die dem Liebseelchen entgegenkommen. Sie fliegen dem Besucher ans Knie und nehmen ihn lächelnd bei den Händen. Die Blüten leuchten wie Wolken am Himmel und symbolisieren die Leichtigkeit und Freude, die der Garten ausstrahlt. Sie wollen sich im Haar des Liebseelchens verfangen und tief in sein goldenes Nest eindringen, was eine enge Verbindung zwischen Mensch und Natur ausdrückt. Der letzte Vers des Gedichts fordert den Liebseelchen auf, die Blüten zu fangen und festzuhalten. Dies kann als Aufforderung verstanden werden, die Schönheit und Vergänglichkeit des Augenblicks zu genießen und festzuhalten. Der Garten wird als ein Ort der Begegnung und des Glücks dargestellt, der den Liebenden einlädt, sich von der Natur umarmen und verzaubern zu lassen.

Schlüsselwörter

ans sieh hold garten kann liebseelchen erwarten kuck

Wortwolke

Wortwolke zu Garten

Stilmittel

Anrede
Sieh mal, Hold
Bildsprache
Wollen dir im Haare liegen
Hyperbel
Ans fein behende
Imperativ
Hasche sie! / Halt′ sie fest!
Vergleich
Leuchtend wie die Wolke oben