Ganz still zuweilen...

Cäsar Flaischlen

unknown

Ganz still zuweilen wie ein Traum klingt in dir auf ein fernes Lied… Du weißt nicht, wie es plötzlich kam, du weißt nicht, was es von dir will… und wie ein Traum ganz leis und still verklingt es wieder, wie es kam…

Wie plötzlich mitten im Gewühl der Straße, mitten oft im Winter ein Hauch von Rosen dich umweht, wie oder dann und wann ein Bild aus längst vergessenen Kindertagen mit fragenden Augen vor dir steht…

Ganz still und leise, wie ein Traum… Du weißt nicht, wie es plötzlich kam, du weißt nicht, was es von dir will, und wie ein Traum ganz leis und still verblaßt es wieder, wie es kam.

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Illustration zu Ganz still zuweilen...

Interpretation

Das Gedicht "Ganz still zuweilen..." von Cäsar Flaischlen handelt von plötzlichen, unerklärlichen Erinnerungen und Gefühlen, die den Menschen überkommen. Diese Erinnerungen kommen unerwartet und gehen ebenso schnell wieder, ähnlich wie ein Traum. Die erste Strophe beschreibt ein fernes Lied, das in einem aufklingt und wieder verklingt, ohne dass man weiß, woher es kommt oder was es will. Dieses Lied symbolisiert die plötzlichen Erinnerungen und Gefühle, die den Menschen überkommen. Die zweite Strophe erweitert das Thema auf konkrete Beispiele. Es beschreibt, wie man mitten im Winter plötzlich einen Hauch von Rosen riecht oder wie ein Bild aus längst vergessenen Kindertagen vor einem steht. Diese Beispiele verdeutlichen, wie unerwartet und unerklärlich diese Erinnerungen und Gefühle sein können. Die letzte Strophe wiederholt die erste und betont erneut die Ähnlichkeit dieser Erinnerungen und Gefühle mit einem Traum. Sie kommen und gehen, ohne dass man sie kontrollieren oder erklären kann. Dies unterstreicht die Vergänglichkeit und Unkontrollierbarkeit dieser Erlebnisse.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Alliteration
Ganz still und leise, wie ein Traum
Anapher
Und wie ein Traum ganz leis und still verklingt es wieder, wie es kam
Chiasmus
verblaßt es wieder, wie es kam
Metapher
ein Hauch von Rosen dich umweht
Personifikation
mit fragenden Augen vor dir steht
Vergleich
Ganz still zuweilen wie ein Traum
Wiederholung
Du weißt nicht, wie es plötzlich kam, du weißt nicht, was es von dir will