Für Wilhelm Waiblinger
1770Wenn Menschen fröhlich sind, wie ist es eine Frage? Die, ob sie auch gut sei′n, ob sie der Tugend leben; Dann ist die Seele leicht, und seltner ist die Klage Und Glauben ist demselben zugegeben.
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Interpretation
Das Gedicht "Für Wilhelm Waiblinger" von Friedrich Hölderlin erkundet die Verbindung zwischen Freude und Tugend. Es beginnt mit der Frage, wie es eine Frage ist, wenn Menschen fröhlich sind. Die folgende Zeile impliziert, dass die Freude mit der Güte und dem Leben der Tugend zusammenhängt. Hölderlin deutet an, dass die Seele leicht wird und die Klage seltener wird, wenn man tugendhaft lebt. Der Glaube wird ebenfalls mit dieser Lebensweise in Verbindung gebracht. In den folgenden Zeilen vertieft Hölderlin die Idee, dass Freude und Tugend untrennbar miteinander verbunden sind. Er beschreibt die Freude als eine Art inneren Frieden, der durch ein tugendhaftes Leben erreicht wird. Der Glaube wird als eine natürliche Folge dieses Zustands dargestellt, der den Menschen in ihrer Fröhlichkeit bestärkt. Das Gedicht endet mit der Betonung der Wichtigkeit der Tugend für ein glückliches und erfülltes Leben. Hölderlin legt nahe, dass wahre Freude nur durch ein Leben in Übereinstimmung mit moralischen Werten möglich ist. Die Verbindung zwischen Freude, Tugend und Glauben wird als eine harmonische Einheit dargestellt, die den Menschen in ihrer Existenz Halt und Sinn gibt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Kontrast
- Dann ist die Seele leicht, und seltner ist die Klage
- Parallelismus
- ob sie auch gut sei′n, ob sie der Tugend leben
- Personifikation
- und Glauben ist demselben zugegeben
- Rhetorische Frage
- Wenn Menschen fröhlich sind, wie ist es eine Frage?