Für Musik
1848Nun die Schatten dunkeln, Stern an Stern erwacht: Welch ein Hauch der Sehnsucht Flutet in der Nacht!
Durch das Meer der Träume Steuert ohne Ruh′, Steuert meine Seele Deiner Seele zu.
Die sich dir ergeben, Nimm sie ganz dahin! Ach, du weißt, daß nimmer Ich mein eigen bin.
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Interpretation
Das Gedicht "Für Musik" von Emmanuel Geibel handelt von der tiefen Sehnsucht und dem Verlangen, das der Sprecher gegenüber der Musik empfindet. Die Dunkelheit und das Erwachen der Sterne schaffen eine mystische Atmosphäre, in der die Sehnsucht wie ein Hauch durch die Nacht flutet. Der Sprecher beschreibt, wie seine Seele durch das Meer der Träume steuert, um zur Seele der Musik zu gelangen. Es ist ein ständiges Streben, ein unruhiges Verlangen, das den Sprecher antreibt. Die zweite Strophe verdeutlicht die Intensität dieser Sehnsucht. Die Seele des Sprechers navigiert durch das Meer der Träume, ohne Ruhe zu finden, immer auf der Suche nach der Seele der Musik. Es ist eine Reise, die niemals endet, ein Streben nach Vollkommenheit und Erfüllung. Die Seele des Sprechers sehnt sich danach, sich der Musik ganz hinzugeben und in ihr aufzugehen. Die letzte Strophe drückt die tiefe Verbundenheit und Hingabe des Sprechers zur Musik aus. Die Seele des Sprechers gibt sich der Musik ganz hin, in der Hoffnung, dass sie sie ganz in sich aufnimmt. Der Sprecher betont, dass er sich selbst nicht mehr gehört, sondern dass er der Musik gehört. Es ist eine Liebeserklärung an die Musik, ein Ausdruck der tiefen Verbundenheit und des Verlangens nach Vereinigung.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Apostrophe
- Die sich dir ergeben, Nimm sie ganz dahin!
- Hyperbel
- Ach, du weißt, daß nimmer Ich mein eigen bin
- Metapher
- Steuert meine Seele Deiner Seele zu
- Personifikation
- Welch ein Hauch der Sehnsucht Flutet in der Nacht