Frühlingsnacht
1837Übern Garten durch die Lüfte Hört ich Wandervögel ziehn, Das bedeutet Frühlingsdüfte, Unten fängts schon an zu blühn.
Jauchzen möcht ich, möchte weinen, Ist mirs doch, als könnts nicht sein! Alte Wunder wieder scheinen Mit dem Mondesglanz herein.
Und der Mond, die Sterne sagens, Und in Träumen rauschts der Hain, Und die Nachtigallen schlagens: Sie ist deine, sie ist dein!
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Interpretation
Das Gedicht "Frühlingsnacht" von Joseph von Eichendorff beschreibt eine nächtliche Frühlingslandschaft, in der der Sprecher die Zeichen des nahenden Frühlings wahrnimmt. Er hört ziehende Wandervögel und bemerkt den aufkommenden Duft sowie die ersten Blüten, die die Erde hervorbringt. Diese Eindrücke wecken in ihm eine Mischung aus Freude und Wehmut, da die Schönheit der Natur ihn tief berührt. Die zweite Strophe vertieft das Gefühl der Rührung, das der Anblick der Frühlühlingslandschaft auslöst. Der Sprecher möchte vor Freude jauchzen und gleichzeitig weinen, weil ihm die Schönheit der Natur so überwältigend erscheint. Alte Wunder, die in der mondhellen Nacht wieder sichtbar werden, verstärken diese Empfindung. Die Nacht birgt für ihn eine magische Kraft, die die Welt in ein besonderes Licht taucht. In der letzten Strophe scheint die Natur selbst zu sprechen und zu verkünden, dass die Nacht und alles, was sie birgt, dem Geliebten gehört. Der Mond, die Sterne, der rauschende Hain und die Nachtigallen sind Zeugen dieser Botschaft. Der Sprecher fühlt sich mit der Natur verbunden und teilt die Empfindung, dass die Schönheit der Nacht und des Frühlings der Geliebten gehört, was die romantische Stimmung des Gedichts unterstreicht.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Jauchzen möcht ich, möchte weinen
- Hyperbel
- Ist mirs doch, als könnts nicht sein
- Metapher
- Übern Garten durch die Lüfte hört ich Wandervögel ziehn
- Personifikation
- Und der Mond, die Sterne sagens
- Symbolik
- Frühlingsdüfte, Unten fängts schon an zu blühn