Frühlingslied
unbekanntMit geheimnisvollen Düften Grüßt vom Hang der Wald mich schon, Über mir in hohen Lüften Schwebt der erste Lerchenton.
In den süßen Laut versunken Wall′ ich hin durchs Saatgefild, Das noch halb vom Schlummer trunken Sanft dem Licht entgegenschwillt.
Welch ein Sehnen! welch ein Träumen! Ach, du möchtest vorm Verglühn Mit den Blumen, mit den Bäumen, Altes Herz, noch einmal blühn.
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Interpretation
Das Gedicht "Frühlingslied" von Emmanuel Geibel beschreibt die Erweckung der Natur im Frühling und die damit verbundenen Gefühle der Sehnsucht und des Träumens. Der Sprecher wird von geheimnisvollen Düften vom Wald begrüßt und hört den ersten Gesang einer Lerche hoch über sich. Er ist in den süßen Klang vertieft und wandert durch die Felder, die noch halb im Schlummer liegen, aber sanft dem Licht entgegenwachsen. Das Gedicht vermittelt eine Stimmung der Erneuerung und des Aufbruchs, die mit dem Frühling einhergeht. Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf und beginnt zu blühen und zu wachsen. Der Sprecher fühlt sich von dieser Verwandlung angezogen und sehnt sich danach, ein Teil davon zu sein. Er träumt davon, mit den Blumen und Bäumen zu erblühen und seine alte, vielleicht etwas verstaubte, Seele zu erneuern. Das "Frühlingslied" ist ein Gedicht über die Schönheit und Kraft der Natur, aber auch über die menschliche Sehnsucht nach Erneuerung und Wachstum. Es lädt den Leser ein, sich von der Magie des Frühlings verzaubern zu lassen und sich auf die Möglichkeiten des Neubeginns einzulassen. Das Gedicht ist eine Ode an die Natur und ihre Fähigkeit, uns zu inspirieren und zu erneuern.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Altes Herz, noch einmal blühn
- Personifikation
- Das noch halb vom Schlummer trunken