Frühling
1892Nun wachen alle Seelen auf aus schwerem Schlaf, Da sie der erste Strahl des jungen Lichtes traf. Wie kleine Kinder, die sich den Wundern des Lebens nahn, Sind alle den Dingen staunend willig aufgetan.
Man taumelt beklommen, hemmungs- und fassungslos Und fühlt die Welt wie niemals neu, schön, reich und groß. Man schwebt, man tanzt, man lässt sich willen- und ziellos wehn Und glaubt, es muss ganz Großes, Beglückendes geschehn.
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Interpretation
Das Gedicht *Frühling* von Friedrich Wilhelm Wagner beschreibt die Erweckung der Natur und der menschlichen Seele im Frühling. Die ersten Sonnenstrahlen bringen ein Gefühl der Erneuerung und des Staunens, vergleichbar mit Kindern, die die Welt zum ersten Mal entdecken. Die Natur und die Menschen sind offen für die Wunder des Lebens und erleben eine Art Wiedergeburt. Die zweite Strophe beschreibt das Gefühl der Überwältigung und des Staunens, das der Frühling auslöst. Die Welt erscheint neu, schön, reich und groß, und die Menschen fühlen sich beklommen und fassungslos. Sie schweben und tanzen, lassen sich treiben und glauben an das Kommende, das Große und Beglückende. Das Gedicht vermittelt eine Stimmung der Hoffnung und der Vorfreude auf das, was kommen wird. Der Frühling steht symbolisch für einen Neuanfang und die Möglichkeit, das Leben mit neuen Augen zu sehen. Die Menschen sind bereit, sich auf das Unbekannte einzulassen und die Wunder des Lebens zu entdecken.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- es muss ganz Großes, Beglückendes geschehn
- Metapher
- Man schwebt, man tanzt, man lässt sich willen- und ziellos wehn
- Personifikation
- die sich den Wundern des Lebens nahn
- Vergleich
- Wie kleine Kinder, die sich den Wundern des Lebens nahn