Frühling

Clemens Brentano

1778

Frühling soll mit süßen Blicken Mich entzücken und berücken, Sommer mich mit Frucht und Myrthen Reich bewirten, froh umgürten.

Herbst, du sollst mich Haushalt lehren, Zu entbehren, zu begehren, Und du Winter lehr mich sterben, Mich verderben, Frühling erben.

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Interpretation

Das Gedicht "Frühling" von Clemens Brentano beschreibt die vier Jahreszeiten und ihre symbolische Bedeutung für das menschliche Leben. Der Frühling wird als eine Zeit der Verzauberung und des Entzückens dargestellt, die den Menschen mit ihren süßen Blicken fesselt und verzaubert. Der Sommer bringt Fruchtbarkeit und Freude, die den Menschen reich bewirten und froh umgürten. Der Herbst wird als eine Zeit des Lernens und der Entbehrung betrachtet, in der der Mensch lernt, sich zu begehren und zu entbehren. Der Winter schließlich wird als eine Zeit des Sterbens und Verderbens gesehen, in der der Mensch sich auf den Tod vorbereitet und den Frühling erbt. Das Gedicht vermittelt eine tiefere Bedeutung, indem es die Jahreszeiten als Metaphern für die verschiedenen Lebensphasen des Menschen verwendet. Es zeigt, dass das Leben aus verschiedenen Phasen besteht, die jeweils ihre eigenen Herausforderungen und Schönheiten haben. Das Gedicht ermutigt den Menschen, die verschiedenen Jahreszeiten des Lebens anzunehmen und zu lernen, wie man in jeder Phase wächst und sich entwickelt.

Schlüsselwörter

frühling soll süßen blicken entzücken berücken sommer frucht

Wortwolke

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Stilmittel

Chiasmus
Mich verderben, Frühling erben
Metapher
Sommer mich mit Frucht und Myrthen Reich bewirten, froh umgürten
Personifikation
Und du Winter lehr mich sterben