Frohsinn
1819Ihr Schäferinnen alle! seht, Wie da mein liebes Mädchen geht! Wie so von ganzer Seele Dem Himmel und der Erde gut! Mit Rosen kränzt es seinen Hut, Und singt, wie Philomele.
So geht das Mädchen allezeit, Vergnügt mit Wenigem, bereit, Auch dieses noch zu missen, Wenn, irgend in der Gottes-Welt, Es nur ein Plätzchen frey behält, Zum Tanzen und zum Küssen.
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Interpretation
Das Gedicht "Frohsinn" von Johann Georg Jacobi ist ein Loblied auf die Freude und den Frohsinn eines Mädchens. Der Dichter beschreibt, wie das Mädchen mit einem Hut, der mit Rosen geschmückt ist, durch die Welt geht und dabei singt wie die Nachtigall Philomele. Es strahlt eine tiefe Zufriedenheit und eine Verbundenheit mit der Natur aus, die sich in der Art und Weise, wie es sich durch die Welt bewegt, widerspiegelt. Die zweite Strophe betont die Bescheidenheit und die Zufriedenheit des Mädchens mit wenig. Es ist bereit, sogar das Wenige, das es hat, zu missen, solange es einen kleinen freien Platz in der Welt Gottes hat, um zu tanzen und zu küssen. Dies unterstreicht die Idee, dass wahre Freude und Glück nicht von materiellen Dingen abhängen, sondern von der Fähigkeit, die einfachen Freuden des Lebens zu schätzen und zu genießen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der positiven Lebenseinstellung und der Fähigkeit, Freude in den kleinen Dingen des Lebens zu finden. Es ermutigt den Leser, die Schönheit der Natur und die einfachen Freuden des Lebens zu schätzen und zu genießen, anstatt sich von materiellen Dingen ablenken zu lassen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anrede
- Ihr Schäferinnen alle!
- Hyperbel
- Wie so von ganzer Seele
- Metapher
- Mit Rosen kränzt es seinen Hut
- Parallelismus
- Zum Tanzen und zum Küssen
- Personifikation
- Dem Himmel und der Erde gut
- Vergleich
- Und singt, wie Philomele