Frieden
1870Weiß Gott, ich hab′ Dich lieb, mein zartes Kind, Und Dein Geplauder - weich wie Frühlingswind -
Es tut so wohl; aufatmet das Gemüt, Der Wettersturm im Abendrot verglüht. -
Nur fern am Horizont - ein wilder Strahl - Aufleuchtet manchmal noch die alte Qual.
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Interpretation
Das Gedicht "Frieden" von Felix Dörmann beschreibt eine tiefe Zuneigung und Zärtlichkeit gegenüber einem geliebten Menschen, symbolisiert durch ein "zartes Kind". Die Sprache ist sanft und einfühlsam, was die Atmosphäre von Ruhe und Geborgenheit unterstreicht. Der zweite Teil des Gedichts reflektiert über die positiven Auswirkungen dieser Zuneigung auf das Gemüt des Sprechers. Das Geplauder des Kindes wird mit einem "Frühlingswind" verglichen, was Frische und Leichtigkeit vermittelt. Der "Wettersturm" im "Abendrot" symbolisiert aufgewühlte Emotionen oder innere Unruhe, die durch die Anwesenheit und das Gespräch des Kindes zur Ruhe kommen. Im letzten Vers wird angedeutet, dass trotz der vorherrschenden Ruhe und des Friedens noch Reste von vergangenen Schmerzen oder Qualen vorhanden sind. Der "wilde Strahl" am Horizont deutet auf Momente hin, in denen diese alten Wunden noch einmal aufbrechen können, jedoch nicht mehr die Oberhand gewinnen. Das Gedicht vermittelt somit eine Botschaft von Hoffnung und Heilung durch Liebe und Zuneigung.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Weiß Gott, ich hab′ Dich lieb, mein zartes Kind
- Kontrast
- Weiß Gott, ich hab′ Dich lieb, mein zartes Kind - nur fern am Horizont - ein wilder Strahl
- Metapher
- weich wie Frühlingswind
- Personifikation
- Weiß Gott, ich hab′ Dich lieb, mein zartes Kind
- Symbolik
- Der Wettersturm im Abendrot verglüht