Freund und Feind
1805Teuer ist mir der Freund, doch auch den Feind kann ich nützen, Zeigt mir der Freund, was ich kann, lehrt mich der Feind, was ich soll.
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Interpretation
Das Gedicht "Freund und Feind" von Friedrich von Schiller beschäftigt sich mit der Bedeutung von Freundschaft und Feindschaft im Leben eines Menschen. Der Autor betont, dass sowohl der Freund als auch der Feind einen wertvollen Beitrag zur persönlichen Entwicklung leisten können. Im ersten Vers stellt Schiller klar, dass ihm der Freund teuer ist, was auf die emotionale Verbundenheit und den Wert einer echten Freundschaft hindeutet. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass auch der Feind von Nutzen sein kann. Dies impliziert, dass Konflikte und Auseinandersetzungen mit Gegnern ebenfalls eine wichtige Rolle im Leben spielen. Der zweite Vers verdeutlicht die unterschiedlichen Lektionen, die Freund und Feind vermitteln können. Der Freund zeigt dem Autor, was er kann, was auf die unterstützende und ermutigende Funktion einer Freundschaft hinweist. Der Feind hingegen lehrt ihn, was er soll, was darauf schließen lässt, dass Herausforderungen und Widerstände dazu beitragen, die eigenen Ziele und Werte zu definieren und zu stärken. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine ausgewogene Sicht auf die Beziehungen im Leben eines Menschen. Es betont die Wichtigkeit sowohl positiver als auch negativer Erfahrungen und Interaktionen für die persönliche Entwicklung. Schiller regt zum Nachdenken darüber an, wie man aus jeder Art von Beziehung lernen und wachsen kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Chiasmus
- Zeigt mir der Freund, was ich kann, lehrt mich der Feind, was ich soll
- Kontrast
- Teuer ist mir der Freund, doch auch den Feind kann ich nützen
- Parallelismus
- Teuer ist mir der Freund, doch auch den Feind kann ich nützen