Fremde Hülffe

Friedrich Freiherr von Logau

1605

Was fremde Hülffe sey, das fühlstu, Land, allhier; Die Hülffe halff ihr selbst; das fremde ließ man dir.

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Interpretation

Das Gedicht "Fremde Hülffe" von Friedrich Freiherr von Logau thematisiert die Ironie und den Verrat, der sich hinter scheinbarer Hilfe verbirgt. Es verdeutlicht, wie fremde Unterstützung oft nicht zum Wohl des Empfängers, sondern zum Vorteil des Helfers dient. Der Ton ist kritisch und aufdeckend, er richtet sich an ein Land, das die wahre Natur der erhaltenen Hilfe noch nicht erkennt. Die erste Zeile weist darauf hin, dass das Land die wahre Natur der fremden Hilfe noch nicht begriffen hat. Die zweite Zeile enthüllt die Selbstsucht des Helfers, der die Hilfe nur zu seinem eigenen Vorteil einsetzt. Die dritte Zeile unterstreicht die Gleichgültigkeit gegenüber dem tatsächlichen Bedarf des Empfängers, der im Stich gelassen wird. Das Gedicht kritisiert somit die Heuchelei und den Egoismus, der oft in zwischenstaatlichen Beziehungen herrscht. Die Kürze und die prägnante Sprache des Gedichts verstärken seine Aussage. Die Reime und der Rhythmus verleihen ihm eine fast spöttische Note, die die Absurdität der Situation unterstreicht. Logau nutzt die Form des Epigramms, um eine scharfe und beißende Kritik zu üben, die zum Nachdenken über die wahre Natur von Hilfe und Unterstützung anregt.

Schlüsselwörter

fremde hülffe sey fühlstu land allhier halff selbst

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Stilmittel

Chiasmus
Die Hülffe halff ihr selbst; das fremde ließ man dir.
Rhetorische Frage
Was fremde Hülffe sey, das fühlstu, Land, allhier;