Freiheit! Gleichheit!
1883Freiheit! Gleichheit! Diese Lehren sind so nicht, als du denkst. O es predigt, wollt´s gleich niemand hören, Jeder Kirchhof sie vorlängst.
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Interpretation
Das Gedicht "Freiheit! Gleichheit!" von Karl Friedrich Kretschmann kritisiert die idealistischen Vorstellungen von Freiheit und Gleichheit. Es legt nahe, dass diese Ideale in ihrer reinen Form nicht existieren können, wie man es sich wünscht. Die Zeile "O es predigt, wollt's gleich niemand hören" impliziert, dass die Botschaft von Freiheit und Gleichheit oft ungehört bleibt oder ignoriert wird. Der letzte Vers "Jeder Kirchhof sie vorlängst" deutet darauf hin, dass diese Ideale bereits lange tot sind oder in der Praxis nicht mehr existieren. Der Kirchhof symbolisiert den Tod und die Vergangenheit, was darauf hindeutet, dass Freiheit und Gleichheit zu bloßen Konzepten geworden sind, die in der Realität keine Bedeutung mehr haben. Das Gedicht vermittelt eine pessimistische Sicht auf diese Werte und ihre Umsetzung in der Gesellschaft.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Freiheit! Gleichheit! Diese Lehren
- Metapher
- O es predigt, wollt´s gleich niemand hören
- Personifikation
- Jeder Kirchhof sie vorlängst