Frauenmantel
1753Das Kräutlein treibt ein rundes Blatt Wie keines ringsherum es hat. Mit zierlich eingekerbtem Rand Ist für den Tau es angespannt, Recht als ein Schälchen hingestellt, in welches Perl’ auf Perle fällt. So hebt es auf des Himmels tau, der niedersinkt auf Flur und Au’, Manch Elflein gegen Morgen kommt, das dürstet, dem zu trinken frommt, Schöpft aus dem Schüsselchen und spricht: Ein bessres Labsal gibt es nicht
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Interpretation
Das Gedicht "Frauenmantel" von Johannes Trojan beschreibt die einzigartige Form und Funktion der Pflanze Frauenmantel. Das Gedicht beginnt mit der Beschreibung der runden Blätter des Frauenmantels, die sich von anderen Pflanzen unterscheiden. Die Blätter sind mit einem zierlich eingekerbten Rand versehen, der wie ein Schälchen geformt ist, um den Tau aufzufangen. Der zweite Teil des Gedichts beschreibt die Funktion des Frauenmantels, den Tau aufzufangen. Das Gedicht beschreibt, wie der Tau vom Himmel auf die Erde fällt und vom Frauenmantel aufgefangen wird. Es wird auch erwähnt, dass Elfen am Morgen kommen, um aus dem "Schüsselchen" zu trinken und dass es kein besseres Getränk gibt als den Tau, der vom Frauenmantel aufgefangen wird. Insgesamt beschreibt das Gedicht die Schönheit und Einzigartigkeit der Pflanze Frauenmantel sowie ihre Fähigkeit, den Tau aufzufangen und als Getränk für Elfen zu dienen. Das Gedicht vermittelt eine romantische Vorstellung von der Natur und ihrer Fähigkeit, uns mit Schönheit und Nahrung zu versorgen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Schöpft aus dem Schüsselchen
- Personifikation
- Das dürstet, dem zu trinken frommt
- Vergleich
- Wie keines ringsherum es hat
- Übertreibung
- Ein bessres Labsal gibt es nicht