Frauenhand

Theodor Storm

1817

Ich weiß es wohl, kein klagend Wort Wird über deine Lippen gehen; Doch, was so sanft dein Mund verschweigt, Muß deine blasse Hand gestehen.

Die Hand, an der mein Auge hängt, Zeigt jenen feinen Zug der Schmerzen, Und daß in schlummerloser Nacht Sie lag auf einem kranken Herzen.

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Illustration zu Frauenhand

Interpretation

Das Gedicht "Frauenhand" von Theodor Storm beschreibt die stille, aber tief empfundene Trauer einer Frau. Das Gedicht beginnt mit der Erkenntnis, dass die Frau nicht laut klagen wird, aber ihre Hand wird ihre innere Not verraten. Die zweite Strophe vertieft das Bild der Frauenhand als Ausdruck des Schmerzes. Das Auge des Sprechers ist an dieser Hand gehängt, die einen feinen Zug der Schmerzen zeigt. Es wird angedeutet, dass die Frau schlaflose Nächte durchlitten hat und ihre Hand auf einem kranken Herzen lag. Insgesamt vermittelt das Gedicht die Idee, dass die Frau, obwohl sie äußerlich still und gefasst erscheint, innerlich von Schmerz und Leid erfüllt ist. Ihre Hand wird zum Symbol ihrer unausgesprochenen Trauer und ihrer seelischen Belastung. Das Gedicht vermittelt eine Atmosphäre von Mitgefühl und Empathie für das stille Leiden der Frau.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Metapher
Sie lag auf einem kranken Herzen
Personifikation
Doch, was so sanft dein Mund verschweigt