Frauen
1541Wenn ich im Dämmern liege, Drückt mich das Dunkel kaum. Wie eine weiche Wiege Wiegt mich der alte Traum, Der Traum der schönen Frauen, Wen tröstete der nicht? Kaum fühl ich seine Hände, So neigen sich die Wände, Die nahe Nacht zerbricht, Und helle Bilder tauen Sanft nieder aus dem lauen Flutenden Rosenlicht.
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Interpretation
Das Gedicht "Frauen" von Stefan Zweig beschreibt die nächtliche Traumwelt des lyrischen Ichs, in der es von schönen Frauen umgeben ist. Im Dämmerzustand zwischen Wachsein und Schlaf wird das Dunkel kaum noch wahrgenommen, stattdessen wiegt ein alter Traum das Ich wie in einer Wiege. Dieser Traum von den schönen Frauen ist tröstlich und beruhigend. Kaum hat das Ich diese Frauenhände gefühlt, neigen sich die Wände, die nahe Nacht zerbricht. Helle Bilder tauen sanft nieder aus dem lauen, flutenden Rosenlicht. Das bedeutet, dass durch die Berührung der Frauenhände die Begrenzungen der physischen Welt aufgehoben werden und eine traumhafte, lichte und blühende Bilderwelt entsteht. Das Rosenlicht steht hier symbolisch für die Schönheit und Anmut der Frauen. Das lyrische Ich befindet sich also in einem Zustand der Hingabe und des Loslassens, in dem es von den Frauen getröstet und in eine traumhafte, lichte Welt entführt wird. Die Frauen dienen als Quelle der Beruhigung und des Trostes, sie ermöglichen einen Ausbruch aus der Begrenztheit der Realität in eine freie, blühende Bilderwelt. Das Gedicht vermittelt eine romantische, verklärte Sicht auf die Frauen und ihre Wirkung auf das männliche Ich.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildlichkeit
- Und helle Bilder tauen Sanft nieder aus dem lauen Flutenden Rosenlicht
- Hyperbel
- Wen tröstete der nicht?
- Metapher
- Wie eine weiche Wiege Wiegt mich der alte Traum
- Personifikation
- Die nahe Nacht zerbricht
- Symbolik
- Der Traum der schönen Frauen