Frascati
1852Lorbeer grünt und Cypresse, die Myrthe blüht, die Fontaine Plätschert und rauscht, aus dem Haine glänzet der stolze Palast. Alles that die Natur, ein Paradies zu erschaffen, Schade, daß Kunst und Geschmack nicht sie zu ehren verstand.
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Interpretation
Das Gedicht "Frascati" von Wilhelm Friedrich Waiblinger beschreibt eine idyllische Landschaft, in der die Natur ihre volle Pracht entfaltet. Der Lorbeer, die Zypresse und die Myrte blühen, während eine Quelle plätschert und rauscht. Aus dem Hain heraus leuchtet ein stolzer Palast. Die Natur hat alles getan, um ein Paradies zu erschaffen. Doch der Dichter bedauert, dass die Kunst und der Geschmack nicht in der Lage waren, die Natur zu ehren. Es scheint, als ob der Palast und die umgebende Landschaft nicht harmonisch aufeinander abgestimmt sind. Die Natur hat ihr Bestes gegeben, aber die menschliche Hand hat es nicht verstanden, das Geschaffene würdig zu ergänzen oder zu rahmen. Das Gedicht vermittelt eine gewisse Melancholie und Enttäuschung darüber, dass die menschliche Kultur und Ästhetik nicht in der Lage waren, die Schönheit der Natur voll zur Geltung zu bringen. Es ist eine Kritik an der mangelnden Harmonie zwischen dem Geschaffenen und dem Natürlichen, die den Eindruck eines unvollendeten Paradieses hinterlässt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- die Fontaine Plätschert und rauscht, aus dem Haine glänzet der stolze Palast
- Metapher
- ein Paradies zu erschaffen
- Parallelismus
- Lorbeer grünt und Cypresse, die Myrthe blüht
- Personifikation
- Schade, daß Kunst und Geschmack nicht sie zu ehren verstand