Frage

August Stramm

1914

Und Stämme schlanken weiten Himmel Und Herzen schwanken brüten Schmerz Und Halme hauchen welle Stürme Und Schweigen schrickt Und Beugt und geht Und Gehen Gehen Wege Ziele Richtung Und Gehen Gehen Lieben Leben Tod Und Gehen Gehen Endlos wellen Stürme Und Gehen Gehen Endlos halmt Das Nichts.

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Interpretation

Das Gedicht "Frage" von August Stramm thematisiert die menschliche Existenz als endlose Reise durch eine Welt voller Schmerz und Unsicherheit. Die wiederholten Verben "gehen" und "schwingen" verdeutlichen die ständige Bewegung und den Wandel, dem der Mensch ausgesetzt ist. Die Naturbilder von Himmel, Halmen und Stürmen symbolisieren die Weite und Unberechenbarkeit des Lebens. Das Gedicht vermittelt ein Gefühl der Verlorenheit und Ziellosigkeit. Die "schlanken Stämme" und "Herzen" schwanken und brüten "Schmerz", was auf innere Zerrissenheit und emotionale Turbulenzen hindeutet. Die "Halme hauchen welle Stürme", was die sanfte, aber beständige Präsenz von Unruhe und Chaos im Leben unterstreicht. Das "Schweigen schrickt" und "beugt und geht" deutet auf die Angst vor der Stille und dem Unbekannten hin. Die Wiederholung von "Gehen Gehen" und "Endlos" betont die endlose Natur dieser Reise. Die "Wege Ziele Richtung" bleiben unklar und unerreichbar, was die Sinnlosigkeit und Ziellosigkeit des Lebens unterstreicht. Die Aufzählung von "Lieben Leben Tod" inmitten des ständigen Gehens deutet darauf hin, dass Liebe, Leben und Tod untrennbar miteinander verbunden sind und Teil dieser endlosen Reise sind. Das Gedicht endet mit dem "Nichts", was die ultimative Leere und Bedeutungslosigkeit des menschlichen Daseins impliziert.

Schlüsselwörter

gehen stürme endlos stämme schlanken weiten himmel herzen

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Halme hauchen welle Stürme
Anapher
Und Gehen Gehen
Enjambement
Und Gehen Gehen Wege Ziele Richtung
Paradox
Schweigen schrickt
Wiederholung
Gehen Gehen