Frage

Justinus Kerner

1840

Wärst du nicht, heil′ger Abendschein! Wärst du nicht, sternerhellte Nacht! Du Blütenschmuck! Du üpp′ger Hain! Und du, Gebirg′, voll ernster Pracht! Du Vogelsang aus Himmeln hoch! Du Lied aus voller Menschenbrust! Wärst du nicht, ach, was füllte noch In arger Zeit ein Herz mit Lust?

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Interpretation

Das Gedicht "Frage" von Justinus Kerner ist eine lyrische Betrachtung über die Schönheit und Bedeutung der Natur und ihrer Elemente. Der Dichter fragt, was das Herz in schwierigen Zeiten mit Freude erfüllen würde, wenn nicht die heilige Abenddämmerung, die sternenhelle Nacht, die Blütenpracht, der üppige Hain, die ernste Pracht der Berge, der Vogelsang aus den Himmeln und die Lieder aus den vollen Herzen der Menschen wären. In den ersten vier Zeilen des Gedichts werden verschiedene Aspekte der Natur aufgezählt, die der Dichter als wesentlich für sein Wohlbefinden erachtet. Die Abenddämmerung und die sternenhelle Nacht symbolisieren die Ruhe und die Schönheit der Nacht. Der Blütenschmuck und der üppige Hain stehen für die Farbenpracht und die Fruchtbarkeit der Natur. Die Berge mit ihrer ernsten Pracht repräsentieren die Stärke und die Beständigkeit der Natur. Die letzten beiden Zeilen des Gedichts führen den Gedanken fort und erweitern ihn um den Gesang der Vögel aus den Himmeln und die Lieder aus den vollen Herzen der Menschen. Der Dichter fragt sich, was das Herz in schwierigen Zeiten mit Freude erfüllen würde, wenn nicht diese Elemente der Natur und der Menschheit wären. Das Gedicht drückt die tiefe Verbundenheit des Dichters mit der Natur und seiner Umgebung aus und zeigt, wie wichtig diese für sein emotionales Wohlbefinden ist.

Schlüsselwörter

wärst ger heil abendschein sternerhellte nacht blütenschmuck üpp

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Stilmittel

Apostrophe
Du Lied aus voller Menschenbrust!
Rhetorische Frage
Wärst du nicht, ach, was füllte noch In arger Zeit ein Herz mit Lust?