Fluch

August Stramm

1874

Du sträubst und wehrst! Die Brände heulen Flammen Sengen! Nicht Ich Nicht Du Nicht Dich! Mich! Mich!

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Illustration zu Fluch

Interpretation

Das Gedicht "Fluch" von August Stramm ist ein intensives und kompaktes Werk, das eine tiefe emotionale Spannung ausdrückt. Die Struktur des Gedichts, mit kurzen, abgehackten Sätzen und Ausrufen, vermittelt ein Gefühl von Dringlichkeit und Verzweiflung. Die Wiederholung des Wortes "Mich!" am Ende verstärkt die Intensität und den persönlichen Charakter des Fluchs. Die Bildsprache des Gedichts ist kraftvoll und eindringlich. Die "Brände" und "Flammen" symbolisieren Zerstörung und Leidenschaft, während das "Heulen" der Brände eine fast tierische Qualität annimmt. Diese Elemente zusammen erzeugen eine Atmosphäre der Bedrohung und des Chaos, die den Fluch als eine zerstörerische Kraft erscheinen lässt. Die Verwendung von Personalpronomen wie "Du", "Ich" und "Dich" im Gedicht deutet auf eine direkte Konfrontation zwischen dem Sprecher und dem Adressaten hin. Die Betonung von "Mich!" am Ende lässt vermuten, dass der Fluch letztlich auf den Sprecher selbst gerichtet ist, was auf eine innere Zerrissenheit oder Selbstzerstörung hindeuten könnte. Das Gedicht vermittelt somit eine komplexe emotionale Landschaft, die von Wut, Verzweiflung und Selbstreflexion geprägt ist.

Schlüsselwörter

sträubst wehrst brände heulen flammen sengen

Wortwolke

Wortwolke zu Fluch

Stilmittel

Alliteration
Brände heulen
Anapher
Nicht Ich, Nicht Du, Nicht Dich, Mich, Mich!
Ausruf
Sengen!