Fliegenlied
1863Fliege, fliege, kleine Fliege! Fliege, fliege in die Wiege! Siege! Siege!
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Interpretation
Das Gedicht "Fliegenlied" von Paul Scheerbart ist ein kurzes, aber intensives Werk, das die Bewegung und das Schicksal einer Fliege thematisiert. Die Wiederholung des Wortes "fliege" in der ersten Zeile unterstreicht die unermüdliche Aktivität der Fliege und verleiht dem Gedicht einen rhythmischen Charakter. Die Aufforderung, in die Wiege zu fliegen, könnte als Einladung zum Ruhen oder als Hinweis auf den Lebenszyklus der Fliege interpretiert werden. Die zweite Wiederholung des Wortes "fliege" verstärkt den Eindruck von Bewegung und Dynamik. Die Wiege, ein Symbol für Geborgenheit und Ruhe, kontrastiert mit der sonst so aktiven Natur der Fliege. Dies könnte auf die vergängliche Natur des Lebens und die Unausweichlichkeit des Todes hindeuten. Der abschließende Ausruf "Siege! Siege!" verleiht dem Gedicht eine triumphale Note. Es könnte als Sieg über die Widrigkeiten des Lebens oder als Erfüllung des Lebenszyklus verstanden werden. Trotz der Kürze des Gedichts gelingt es Scheerbart, tiefe philosophische Fragen über Leben, Tod und den ewigen Kreislauf der Natur aufzuwerfen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Fliege, fliege, kleine Fliege! Fliege, fliege in die Wiege!
- Aufruf
- Fliege, fliege, kleine Fliege! Fliege, fliege in die Wiege!
- Wiederholung
- Fliege, fliege, kleine Fliege! Fliege, fliege in die Wiege! Siege! Siege!