Fitzebutze
1900Lieber ßöner Hampelmann, deine Detta sieht dich an! Ich bin dhoß, und Du bist dein; willst du Fitzebutze sein? Tomm!
Tomm auf Hatems dhoßen Tuhl, Vitzlibutzki, Blitzepul! Hater sagt, man weiß es nicht, wie man deinen Namen sp′icht. Pst!
Pst, sagt Hater, Fitzebott war eimal ein lieber Dott, der auf einem Tuhle saß und sebrame Menßen aß. Huh!
Huh, sei dut, ich bin so dein und will immer a′tig sein. Fitzebutze, du bist dhoß; kleine Detta spaßt ja bloß. Ja?
Ja, ich bin dir wirktlich dut! Willst du einen neuen Hut? Tlinglingling: wer b′ingt das Band? Königin aus Mohrenland! Tnicks!
Tnix, ich bin F′au Tönidin, hab zvei Lippen von Zutterrosin; Fitzebutze, sieh mal an, ei, wie Detta tanzen kann! Hoppß!
Hopßa, hopßa, hopßassa; Tönigin von Af′ika! Flitzeputzig, Butzebein, wann soll unse Hochzeit sein? Du!
Du! Mein deiner lieber Dott! Du?! sonst geh ich von dir fo′t! - Ach, du dummer Hampelmann, siehst ja Detta gamicht an! Marsch! -
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Interpretation
Das Gedicht "Fitzebutze" von Richard Dehmel ist ein humorvolles und spielerisches Werk, das eine kindliche Fantasiewelt darstellt. Es erzählt die Geschichte eines "Hampelmannes", der von einem Mädchen namens Detta in eine Welt voller lustiger und absurder Figuren und Ereignisse entführt wird. Die Sprache ist absichtlich verfremdet und kindlich, mit erfundenen Wörtern und einer rhythmischen, singenden Struktur, die an ein Kinderlied erinnert. Die Hauptfigur, der "Hampelmann", wird von Detta dazu aufgefordert, ein "Fitzebutze" zu werden, was eine Art alberne oder verrückte Rolle zu sein scheint. Die Handlung ist voller skurriler Elemente, wie einem "Tuhl" (Thron), auf dem eine Figur namens "Vitzlibutzki" sitzt, und einer "Königin aus Mohrenland", die ein Band bringt. Die Namen und Handlungen sind absichtlich sinnlos und tragen zur humorvollen und surrealen Atmosphäre des Gedichts bei. Die wiederholten Ausrufe und die rhythmische Struktur des Gedichts erzeugen eine spielerische und lebhafte Stimmung. Die abschließende Zeile, in der Detta den "Hampelmann" ermahnt, nicht mehr so "gamicht" (dumm) auf sie zu schauen, und ihm befiehlt, "Marsch!" zu sagen, bringt das Gedicht zu einem humorvollen Abschluss. Insgesamt ist "Fitzebutze" ein charmantes und unterhaltsames Gedicht, das die Phantasie und den Humor eines Kindes einfängt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Lieber ßöner Hampelmann, deine Detta sieht dich an!
- Anapher
- Tnix, ich bin F′au Tönidin, hab zvei Lippen von Zutterrosin; Fitzebutze, sieh mal an, ei, wie Detta tanzen kann!
- Ausruf
- Hoppß!
- Direkte Rede
- Huh, sei dut, ich bin so dein und will immer a′tig sein.
- Frage
- willst du Fitzebutze sein?
- Imperativ
- Marsch!
- Ironie
- Ach, du dummer Hampelmann, siehst ja Detta gamicht an!
- Kontrast
- Du! Mein deiner lieber Dott! Du?! sonst geh ich von dir fo′t!
- Metapher
- war eimal ein lieber Dott, der auf einem Tuhle saß und sebrame Menßen aß.
- Onomatopoesie
- Tomm!
- Personifikation
- Hater sagt, man weiß es nicht, wie man deinen Namen sp′icht.
- Rhythmus
- Hopßa, hopßa, hopßassa; Tönigin von Af′ika!
- Wiederholung
- Tomm auf Hatems dhoßen Tuhl, Vitzlibutzki, Blitzepul!
- Übertreibung
- Königin aus Mohrenland!