Feldeinsamkeit
1821Ich liege still im hohen, grünen Gras Und sende lange meinen Blick nach oben, Von Grillen rings umschwirrt ohn′ Unterlaß, Von Himmelsbläue wundersam umwoben.
Und schöne, weiße Wolken ziehn dahin Durchs tiefe Blau wie schöne, stille Träume; Mir ist, als ob ich längst gestorben bin Und ziehe selig mit durch ew′ge Räume.
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Interpretation
Das Gedicht "Feldeinsamkeit" von Hermann Ludwig Allmers beschreibt eine ruhige und meditative Szene in der Natur. Der Sprecher liegt im hohen, grünen Gras und blickt zum Himmel empor. Die Umgebung ist erfüllt vom Summen der Grillen und dem tiefen Blau des Himmels, das den Sprecher umgibt. Diese friedliche Atmosphäre wird durch die Schönheit der weißen Wolken verstärkt, die langsam über den Himmel ziehen. In der zweiten Strophe nimmt das Gedicht eine spirituelle Wendung. Die Wolken werden mit stillen Träumen verglichen, die durch das tiefe Blau des Himmels ziehen. Der Sprecher fühlt sich, als ob er bereits gestorben wäre und nun in einem seligen Zustand durch die ewigen Räume zieht. Diese Metapher deutet auf eine tiefe Verbundenheit mit der Natur und eine Art transzendentaler Erfahrung hin, bei der die Grenzen zwischen Leben und Tod verschwimmen. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Atmosphäre der Ruhe und der Einheit mit der Natur. Die Bildsprache und die metaphorischen Elemente schaffen eine Stimmung, die den Leser in eine meditative und fast mystische Erfahrung eintauchen lässt. Das Gedicht lädt dazu ein, die Schönheit und die Tiefe der Natur zu erkennen und sich in ihr zu verlieren, um eine tiefere Einsicht in das eigene Sein zu erlangen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- ziehe selig mit durch ew′ge Räume
- Metapher
- Von Himmelsbläue wundersam umwoben
- Personifikation
- Von Grillen rings umschwirrt ohn′ Unterlaß
- Symbolik
- schöne, weiße Wolken
- Vergleich
- Durchs tiefe Blau wie schöne, stille Träume