Ewige Leuchte

Joseph Christian von Zedlitz

1790

»Bist noch immer nicht verglommen, Trübe Leuchte, stirbst noch nicht? All’ Dein Oel ist Dir genommen, Und es dämmert noch Dein Licht?«

»»Liebe strahlt, ein ew’ger Schimmer, Flamme, die stets wächst, nie ruht; Braucht kein Oel und brennt doch immer, Braucht nicht Nahrung ihrer Gluth, Und doch löscht ihr Feuer nimmer.««

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Interpretation

Das Gedicht "Ewige Leuchte" von Joseph Christian von Zedlitz handelt von der unsterblichen Natur der Liebe. Es beginnt mit einer Frage an eine trübe Leuchte, die trotz fehlenden Öls nicht erlischt. Die Leuchte antwortet, dass die Liebe ein ewiger Schimmer ist, eine Flamme, die stets wächst und nie ruht. Sie benötigt kein Öl und brennt doch immer, braucht keine Nahrung für ihre Glut, und doch erlischt ihr Feuer niemals. Das Gedicht verwendet das Bild einer Leuchte, um die Liebe zu symbolisieren. Die Leuchte, die trotz fehlenden Öls nicht erlischt, steht für die unsterbliche Natur der Liebe. Die Liebe, wie die Leuchte, benötigt keine äußere Nahrung oder Unterstützung, um zu existieren und zu leuchten. Sie ist selbstgenügsam und ewig. Die letzte Zeile des Gedichts, "Und doch löscht ihr Feuer nimmer", betont die unsterbliche Natur der Liebe. Trotz aller Widrigkeiten und Herausforderungen, die das Leben mit sich bringen mag, bleibt die Liebe bestehen und brennt weiter. Sie ist ein ewiger Schimmer, der niemals erlischt.

Schlüsselwörter

oel braucht verglommen trübe leuchte stirbst all genommen

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Stilmittel

Alliteration
Liebe strahlt, ein ew'ger Schimmer
Hyperbel
ew'ger Schimmer
Kontrast
Braucht kein Oel und brennt doch immer
Metapher
Und doch löscht ihr Feuer nimmer
Personifikation
»Bist noch immer nicht verglommen, Trübe Leuchte, stirbst noch nicht?«