Eulalie
1845Ich lebte allein In Kummer und Pein Und krank an Seele und Leib, Da ward die liebliche Eulalie Mein sanftes, lächelndes Weib, Da ward die blondhaarige Eulalie Mein jung, errötendes Weib.
Ha, weniger hell Ist der silberne Quell Als die Augen der lieben Dirn, Und kein Wölkchen der Höh′n Ist so duftig und schön Wie die Löckchen auf Eulalies Stirn War′s beglänzt vom Mond Oder war′ es besonnt - Als die Löckchen auf Eulalies Stirn.
Nun bin ich befreit Von allem Leid, Da sie mein ist mit Seel′ und Leib. Tagaus, tagein lacht Sonnenschein, Seit Eulalie mein junges Weib, Tagaus, tagein lacht Sonnenschein Auf mein junges, geliebtes Weib.
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Interpretation
Das Gedicht "Eulalie" von Edgar Allan Poe handelt von der tiefen emotionalen Verwandlung des lyrischen Ichs durch die Liebe zu einer Frau namens Eulalie. Zu Beginn wird ein Zustand der Einsamkeit, des Kummers und der seelischen und körperlichen Krankheit beschrieben. Eulalie erscheint als rettendes und heilendes Element, das das Leben des Ichs grundlegend verändert. Die zweite Strophe vergleicht die Schönheit Eulalies mit natürlichen Elementen wie einem silbernen Quell und Wölkchen am Himmel. Diese Metaphern unterstreichen die Reinheit, Klarheit und Anmut der Geliebten. Besonders die Beschreibung ihrer blonden Haare und ihres Lächelns verleiht dem Gedicht eine fast himmlische, idealisierte Atmosphäre. Im abschließenden Teil des Gedichts wird die vollkommene Glückseligkeit des lyrischen Ichs nach der Heirat mit Eulalie zum Ausdruck gebracht. Die Wiederholung von "Tagaus, tagein lacht Sonnenschein" betont die anhaltende Freude und das Licht, das Eulalie in das Leben des Sprechers gebracht hat. Das Gedicht endet in einer fast ekstatischen Feier der Liebe und des neuen Lebensgefühls.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Tagaus, tagein lacht Sonnenschein
- Bildlichkeit
- Und kein Wölkchen der Höh'n Ist so duftig und schön Wie die Löckchen auf Eulalies Stirn
- Hyperbel
- Da ward die liebliche Eulalie Mein sanftes, lächelndes Weib
- Metapher
- Ich lebte allein In Kummer und Pein Und krank an Seele und Leib
- Personifikation
- Tagaus, tagein lacht Sonnenschein
- Symbolik
- Da ward die blondhaarige Eulalie Mein jung, errötendes Weib
- Vergleich
- Ha, weniger hell Ist der silberne Quell Als die Augen der lieben Dirn