Es trifft Freude
1806Es trifft Freude, trifft Schmerz mit Pfeilen beide unser Herz. Doch Freude trifft nur wie zum Spiel, der Bolzen haftet nicht am Ziel. Des Schmerzes Pfeil, den der durchdrang, der schleppt ihn nach sein Leben lang.
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Interpretation
Das Gedicht "Es trifft Freude" von Friedrich Halm handelt von den unterschiedlichen Auswirkungen von Freude und Schmerz auf das menschliche Herz. Es vergleicht beide Emotionen mit Pfeilen, die unser Herz treffen. Die Freude trifft uns wie beim Spiel, ihr Bolzen haftet nicht am Ziel. Der Schmerz hingegen durchdringt uns mit seinem Pfeil und wir schleppen ihn den Rest unseres Lebens mit uns herum. In den beiden letzten Zeilen wird der Unterschied zwischen Freude und Schmerz noch deutlicher. Die Freude ist flüchtig und vergänglich, ihr Pfeil bleibt nicht im Herzen stecken. Der Schmerz hingegen ist tiefgreifend und nachhaltig. Sein Pfeil durchdringt das Herz und bleibt für immer dort. Wir können den Schmerz nie ganz loswerden, er begleitet uns ein Leben lang. Das Gedicht vermittelt eine pessimistische Sicht auf das Leben. Es suggeriert, dass wir mehr von Schmerz als von Freude gezeichnet sind. Die Freude ist nur ein kurzer, unbeschwerter Moment, während der Schmerz uns für immer prägt und verfolgt. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die Vergänglichkeit der Freude und die Beständigkeit des Schmerzes an.
Schlüsselwörter
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Stilmittel
- Metapher
- Des Schmerzes Pfeil, den der durchdrang, der schleppt ihn nach sein Leben lang.
- Personifikation
- Es trifft Freude, trifft Schmerz mit Pfeilen beide unser Herz.