Es treibt der Wind im Winterwalde...
1897Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt, und manche Tanne ahnt, wie balde sie fromm und lichterheilig wird, und lauscht hinaus. Den weißen Wegen streckt sie die Zweige hin - bereit, und wehrt dem Wind und wächst entgegen der einen Nacht der Herrlichkeit.
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Interpretation
Das Gedicht "Es treibt der Wind im Winterwalde" von Rainer Maria Rilke handelt von der Erwartung und Vorbereitung auf ein bevorstehendes, erhabenes Ereignis, das durch die Weihnachtszeit symbolisiert wird. Der Wind wird als Hirte dargestellt, der die Schneeflocken treibt, was eine sanfte und schützende Bewegung vermittelt. Die Tannen im Wald spüren intuitiv die Nähe dieses besonderen Moments und lauschen aufmerksam nach draußen. Die Bäume strecken ihre Zweige aus, als würden sie sich auf die bevorstehende Veränderung vorbereiten und sich gleichzeitig gegen den Wind wehren. Dies deutet auf eine Mischung aus Erwartung und Widerstandsfähigkeit hin. Die "eine Nacht der Herrlichkeit" bezieht sich wahrscheinlich auf die Weihnachtsnacht, die als heilig und voller Licht gilt. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Stimmung der stillen Erwartung und der Bereitschaft, ein bedeutendes Ereignis zu empfangen. Die Natur wird als Teil dieses Prozesses dargestellt, wobei die Tannen eine aktive Rolle in der Vorbereitung auf die festliche Nacht spielen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- der einen Nacht der Herrlichkeit
- Personifikation
- und wehrt dem Wind und wächst entgegen